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Parteien : Die Grünen: „Kannibale“ Meiwes nicht Parteimitglied

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Computertechniker aktives Mitglied der „Grünen Knastgruppe”: Armin Meiwes Bild: dpa/dpaweb

Der zu lebenslanger Haft verurteilte „Kannibale von Rotenburg“ ist nach Angaben der Grünen doch nicht Mitglied bei der Partei. Meiwes wirke zwar bei der „Grünen Knastgruppe“ in Kassel mit, sei damit aber nicht automatisch in der Partei.

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          Der zu lebenslanger Haft verurteilte „Kannibale von Rotenburg“, Armin Meiwes, ist nach Darstellung der Grünen doch nicht Mitglied bei der Partei. Meiwes wirke zwar bei der „Grünen Knastgruppe“ in der Justizvollzugsanstalt Kassel mit, sei damit aber nicht automatisch in der Partei, erklärte der Landtagsabgeordnete Andreas Jürgens am Montag in Kassel im Gegensatz zu früheren Erläuterungen.
          Die Mitwirkenden der Gefangenengruppe seien nie als Mitglieder im Kreis- oder Landesverband geführt worden, sagte der Jurist Jürgens. „Etwas untechnisch“ seien sie in Kassel als Mitglieder ohne Beitrag und Stimmrecht bezeichnet worden. Derartige Mitgliedschaften bei den Grünen gebe es nach der Satzung aber gar nicht. De facto seien die Mitglieder der Knastgruppe nie ordentliche Mitglieder der Partei gewesen. Man könne sie als Interessenten oder Sympathisanten bezeichnen.

          „Parteimitglied ohne Stimmrecht und Beitragspflicht“?

          Zuvor hatte es geheißen, Armin Meiwes, zu lebenslanger Haft verurteilter „Kannibale von Rotenburg“, sei in der Haft der Partei der Grünen beigetreten. Der Computertechniker sei aktives Mitglied der „Grünen Knastgruppe“, bestätigte der Kasseler Landtagsabgeordnete Andreas Jürgens einen Bericht der „Bild-Zeitung“. Damit sei er automatisch auch Parteimitglied ohne Stimmrecht und Beitragspflicht.

          Grundsätzlich könne jeder Häftling der seit über 20 Jahren bestehenden Gruppe beitreten, die sich in erster Linie als Gesprächskreis und Selbsthilfeeinrichtung verstehe. „Wir fragen nicht nach den Umständen der Tat. Wenn wir da anfangen würden zu differenzieren, wäre die Gruppe tot.“ Die Gruppe sei das einzige politische Angebot in der Vollzugsanstalt. Die Gefangenen nutzten es zur Sozialberatung, engagierten sich aber nach der Haft in aller Regel nicht mehr in der Partei.

          Schwerverletzten erstochen und später zerlegt

          Meiwes hat im März 2001 einen Ingenieur aus Berlin auf dessen Verlangen entmannt. Im Verlauf der Tatnacht hat er den Schwerverletzten erstochen und später zerlegt. Von dem Menschenfleisch hat Meiwes mehrere Kilogramm gegessen und im Internet nach weiteren Opfern gesucht. Das Landgericht Frankfurt hat ihn zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem der Bundesgerichtshof eine erste Verurteilung aufgehoben hatte.

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