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„Open Books“ und „Bookfest“ : Lesefest während der Buchmesse

Neuauflage: Zur Buchmesse gibt es abermals das Lesefest Open Books in Frankfurt Bild: Daniel Vogl

Aus Anlass der Buchmesse gibt es in Frankfurt wieder „Open Books“ und das „Bookfest City“. Erstmals haben sich 24 Buchhandlungen aus Frankfurt und Offenbach für den „Open Bookstore Day“ zusammengeschlossen.

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          Während die Buchmesse immer mehr digitale Aussteller gewinnt – derzeit sind es nach Angaben einer Sprecherin 3631, also gut 800 mehr als vor zehn Tagen – gibt es für Frankfurter und Bürger der Region an den Tagen der Bücherschau ein abendliches Lesungsprogramm, das fast so reichlich ausfällt wie in den Vorjahren. Allerdings mit weniger Plätzen.

          Florian Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Außer dem zur Bücherschau gehörenden „Bookfest City“ ist dafür vor allem das von der Stadt Frankfurt veranstaltete Festival „Open Books“ verantwortlich. Es bietet vom 13. bis 18. Oktober 93 Veranstaltungen mit 132 Autoren, zieht der Corona-Pandemie wegen aber in größere Säle, damit trotz Einhaltung der Abstandsregeln eine nennenswerte Zahl von Zuhörern untergebracht werden kann. Die Eröffnung mit Wladimir Klitschko in der Deutschen Nationalbibliothek bietet 97 Besuchern Platz, Zsuzsa Bánk können in der Katharinenkirche 138 Leser zuhören, während Katja Ebstein in der Jüdischen Gemeinde vor 93 Zuschauern auftritt. Zum Programm gehören Gespräche mit Autoren wie Bas Kast, Christian Berkel, Peter Stamm und Wladimir Kaminer. Das komplette Programm und Karten gibt es im Internet unter openbooks-frankfurt.de.

          5000 Tickets zur Verfügung

          Auch in diesem Jahr ist der Eintritt frei, für die Kontaktverfolgung ist es jedoch nötig, sich auf der Internetseite des Festivals anzumelden. Insgesamt stehen 5000 Tickets zur Verfügung. Sie werden nach und nach freigegeben, sollten sich die Ansteckungszahlen in der Region weiterhin einigermaßen glimpflich entwickeln. Karten sind bis 12 Uhr am Veranstaltungstag erhältlich, die Buchung kostet 1,50 Euro. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) bedauerte die Einschränkungen. „Aber entscheidend ist das Signal.“ Nach wie vor werde die Arbeit der Buchbranche vor allem im Verborgenen geleistet, an den Schreibtischen der Autoren und Verlagsmitarbeiter: „Umso wichtiger ist die Begegnung im analogen Raum.“

          Erstmals gibt es den „Open Bookstore Day“, zu dem sich 24 Buchhandlungen aus Frankfurt und Offenbach zusammengeschlossen haben. Die „kleinen Buchmessen vor Ort“, wie Hartwig sie nannte, haben am 17. Oktober von 10 bis 22 Uhr geöffnet und sollen nach der Absage der physischen Buchmesse „Phantomschmerzen lindern“. Am selben Tag beginnt in der Nationalbibliothek „Open Books Kids“, hier gibt es Sitze in Zweier- und Vierergruppen. Eltern mit Säuglingen oder Kinderwagen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0 69/21 23 54 35 an das Kulturamt zu wenden.

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