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Oetker-Stiftung : Zieht auch die Kunstsammlung von Bielefeld nach Frankfurt?

Kunstsammler: Rudolf-August Oetker (links) mit Sohn August. Bild: teutopress

Die Oetker-Stiftung zieht von Bielefeld nach Frankfurt. Bringt sie Rudolf-August Oetkers Kunstsammlung mit?

          3 Min.

          Backpulver, Vanillinzucker, Sahnesteif. Wohl in jedem westdeutschen Haushalt landen irgendwann Produkte von Dr. Oetker. Und während die Kunden in der Nachkriegszeit backen und kochen, kauft Rudolf-August Oetker Kunst. Als der 1916 in Bielefeld geborene Unternehmer 2007 starb, hatte er eine Sammlung erworben, die nach dem Urteil derer, die 2003 im Westfälischen Landesmuseum Münster Einblick in einen Teil des sonst privaten Schatzes nehmen konnten, enthielt, was dem Sammler eben gefiel. Gemälde und Zeichnungen vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert zählten ebenso dazu wie Möbel und Porzellan.

          Florian Balke
          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zur Förderung der Künste gründete Oetker 1998 zudem eine nach ihm benannte Stiftung, die nun, wie durch den Wechsel an der Spitze eines Frankfurter Museums bekannt wurde, von Bielefeld an den Main ziehen soll. Birgit Sander, bisher Chefin des Museums Giersch der Goethe-Universität, übernimmt zum 1. November 2022 den Vorstand der Stiftung. Mit nach Frankfurt ziehe die Kunstsammlung Rudolf-August Oetker GmbH, deren Geschäftsführung Sander ebenfalls übertragen werde, hieß es am Ende einer von der Hochschule versandten Mitteilung. Ein Sprecher der Oetkers bestätigte die Pläne auf Anfrage. Derzeit gibt es aber keinen weiteren Kommentar, zum gegebenen Zeitpunkt sollen mehr Informationen folgen.

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