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Nachlass der Buchmesse : Welche Trends bleiben?

  • -Aktualisiert am

Der menschenleere Eingangsbereich des Torhauses während der Frankfurter Bücherschau: Nach einer Messe mutet das weniger an. Bild: Frank Röth

Ob die digitale Buchmesse ein Erfolg war, ist noch nicht aufgeschlüsselt. Die gemeldeten Besuchszahlen weisen in verschiedene Richtungen – und die Veranstalter müssen sich Gedanken um das nächste Jahr machen.

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          Und nun? Was bleibt von der seltsamsten Buchmesse seit Besuchergedenken? Die Zahlen weisen in verschiedene Richtungen. Am Sonntag meldete die Messe, mehr als 200.000 Nutzer hätten auf buchmesse.de von ihren digitalen Angeboten Gebrauch gemacht. Das sind weniger als die gut 300.000 Besucher im Herbst 2019. 148.000 dieser digitalen Nutzer waren außerdem schon an den ersten drei Messetagen gezählt worden. Andererseits soll das „Bookfest Digital“ am Samstag 1,5 Millionen Menschen erreicht haben.

          In diesen Angaben sind die Zahlen derer, die bestimmte Sendungen eingeschaltet haben, und die Verweildauer der Betrachter auf einzelnen Videos nicht genauer aufgeschlüsselt. Es sind Werte, die vom Börsenverein und seiner Buchmessentochter sicher aufmerksam studiert werden. Sie müssen sich Gedanken um die Gestalt der nächsten Messe machen. Vorsteherin Karin Schmidt-Friderichs hatte angekündigt, der Verband werde seine Mitglieder in den nächsten Monaten fragen, welche Messe sie gerne hätten: wie digital sie sein solle, wie fachbesucherbezogen und in welchem Maße Spektakel für das Publikum.

          Aber das sind nur Gespräche mit deutschen Verlagen und Buchhändlern. Über die ausländischen Aussteller ist damit noch kein Wort gesagt. Das letzte Wort hat ohnehin das Virus. Trotz Impfstoffs ist es keineswegs sicher, dass nächsten Herbst alle reisewilligen Angehörigen der internationalen Buchbranche immunisiert und sämtliche zwischenstaatlichen Reisebeschränkungen aufgehoben worden sind.

          Alles wie in diesem Herbst also? Eine kleine Hallenausstellung mit virtuellem Heiligenschein wäre ja schon viel. Aber bitte mit Veranstaltungen – „Open Books“ und „Bookfest City“ haben gezeigt, dass es geht.

          Florian Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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