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Festlich am Main unterwegs : Hochstimmung rund um das Frankfurter Museumsufer

  • -Aktualisiert am

Flanieren am Main: Heute geht das Frankfurter Museumsuferfest zu Ende. Bild: Wonge Bergmann

Schafwolle einfärben und historische Kleidung weben: Für Besucher des Frankfurter Museumsuferfest gibt es auch in diesem Jahr viel zu sehen. Der Höhepunkt wird am Sonntagabend erwartet.

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          Sie spiele noch ein Lied, dann brauche sie eine kleine Pause, sagt die Sängerin. Vor der Bühne am Frankfurter Mainufer hat sich eine Gruppe Zuschauer versammelt. Es ist heiß an diesem Samstagmittag und das Museumsuferfest schon jetzt gut besucht. Trotz der Hitze brennt im Garten des Archäologischen Museums ein kleines Feuer. Im Kessel darüber köchelt ein Sud. „Ich färbe Schafwolle ein“, sagt Hans Mader und zeigt auf einen Tisch, auf dem Wollbündel in verschiedenen Farben liegen.

          Mader lebt in Trier und hat sich, gemeinsam mit seiner Frau Marled, auf die Herstellung historischer Kleidung spezialisiert. Der Fokus liegt auf der Zeit der Kelten – passend zur aktuellen Sonderausstellung des Museums. Mader trägt an diesem Tag eine blaue Strickhose und braune Lederschuhe, deren Bänder er um seine Knöchel gewickelt hat. Die gelbe Tunika hat seine Frau handgewebt. „Meine Frau webt auch für Schauspieler, die authentische Stoffe wollen“, sagt Mader und rührt im Kessel. Darin schwimmen Röhrchen, die aussehen wie Zimtstangen. „Das ist Krapp“, sagt Mader. Die Pflanze sei hier früher weit verbreitet gewesen. Aus den Wurzeln gewinnt er rote Farbpigmente.

          Während sich der Besucherandrang im Archäologischen Museum noch in Grenzen hält, bilden sich vor den Essensständen am Main lange Schlangen. Schon am Freitagabend waren Zigtausende an den Fluss und in die Museen in der Umgebung geströmt. Auch am Sonntag wird, bei Sonne und Temperaturen um die 30 Grad, weiter gefeiert. Der Höhepunkt ist für 22 Uhr vorgesehen: dann endet das Fest mit einem Feuerwerk zwischen Untermainbrücke und Holbeinsteg.

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