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Flexible Preise : Solidarität an der Theaterkasse

Vor Beginn der Vorstellung im Schauspiel: Große und kleine Theater sorgen mit vielen Ideen dafür, dass die Zuschauerreihen sich füllen. Bild: dpa

Selber entscheiden, wie viel ein Theaterbesuch kostet? Geht, zum Beispiel an der Dramatischen Bühne Frankfurt. Manches Theater nimmt dadurch sogar mehr je Ticket ein – und auch den Zuschauern gefällt es.

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          „Weil sich die Leute nichts mehr leisten können und so trotzdem an der Kultur teilhaben können“: So begründet Thorsten Morawietz, Prinzipal der Dramatischen Bühne Frankfurt, den gewaltigen Schritt, den sein freies Theater getan hat. Seit Beginn der Spielzeit 2022/23 hat es ein neues, solidarisches Preissystem. Ein Trend, der sich an vielen Kulturhäusern, vor allem Theatern, abzeichnet.

          Eva-Maria Magel
          Leitende Kulturredakteurin Rhein-Main-Zeitung.
          Nicole Nadine Seliger
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung

          Das Publikum kann bei der Dramatischen Bühne seitdem den Eintrittspreis aus einem dreistufigen Modell selbst auswählen. Es gibt Karten für einen Euro („Der Kaum-was-Preis“), fünf Euro („Der Grade-Noch-so-Preis“) und zehn Euro („Der Exzellenz-Preis“). Schon zuvor besaß das Theater, das in der Exzess-Halle in Bockenheim ansässig ist, ein variables Preissystem. Alle Besucher zahlten acht Euro, wer konnte, gab mehr, und wer gar kein Geld hatte, konnte sich die Vorstellungen der Dramatischen Bühne schon immer umsonst ansehen.

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