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Maler Arthur Löwen : Ein Stuhl fliegt durch das Atelier

  • -Aktualisiert am

Berlin kommt für ihn nicht infrage: Auch wenn Arthur Löwen wie ein Alien beäugt wurde, als er nach Frankfurt kam. Bild: Lucas Bäuml

Wenn der Maler Arthur Löwen über seine Werke spricht, nimmt der weiße Plastikstuhl eine zentrale Rolle ein. Dieser Stuhl fliegt in Löwens Atelier in Frankfurt regelmäßig durch die Luft – als bewusste malerische Geste.

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          Er fällt zunächst nicht auf. Doch wenn man mit dem Maler Arthur Löwen über seine Werke spricht, nimmt der zuvor übersehene weiße Plastikstuhl eine zentrale Rolle ein. Dieser Stuhl fliegt in Löwens Atelier im Frankfurter Atelierhaus „Basis“ regelmäßig durch die Luft – nicht etwa zum Abbau von Aggressionen, sondern als bewusste malerische Geste. Beim Stuhlwurf gebe es Qualitätsunterschiede, sagt der zugleich lässig und ernsthaft, aber keineswegs dröge auftretende Künstler. Und das meint er durchaus nicht augenzwinkernd.

          Löwen ist ein produktiver Künstler: „Ich kann sagen, dass ich viel male.“ Seine großformatigen Gemälde, die überall im Atelierraum verteilt sind, entstehen in einem mehrstufigen Arbeitsprozess. „Es geht mir darum, dass ich mir ein malerisches Setting erarbeite und darin ein imaginäres Drehbuch ablaufen lasse“, erläutert Löwen. Zunächst grundiert er die Leinwände in mehreren Schichten, um sie dann mit der frischbemalten Vorderseite auf ein auf dem Boden ausgebreitetes Tuch zu legen. Anschließend schreibt er die Signatur „Arthur Löwen 2020“ auf die Leinwandrückseite, die sich dem späteren Betrachter als spiegelverkehrte, schwungvoll-abstrahierte Setzung darbietet.

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