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Lucas-Filmfestival : Kinderkino auf der Leinwand und zu Hause

Als Vorgeschmack auf Lucas zu sehen: „Die Baumhauskönige“ Bild: Farbfilm Verleih

Das Lucas-Filmfestival aus Frankfurt bereitet sich auf eine hybride Ausgabe vor und geht erst mal ins Fernsehen. Der Austausch mit den Kindern und Jugendlichen soll dennoch möglich sein.

          2 Min.

          Kinder- und Jugendfilme aus aller Welt gibt es dieses Jahr auf mehreren Kanälen: Das 43. Filmfestival „Lucas“ des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums wird zwar deutlich anders aussehen als gewohnt. Aber es wird stattfinden, von 24. September bis 1. Oktober. Sowohl im Kino als auch online – und vorab sogar im Fernsehen. Schon im August werden ausgewählte Filme des traditionsreichen Festivals im „Kika Kino Festival“ des Kinder-Fernsehkanals Kika laufen.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Wir haben alles darangesetzt, dass Lucas auch in diesem Jahr trotz Beschränkungen stattfinden kann“, sagt Festivaldirektorin Julia Fleißig. Der Zugang zur Kinokultur und vor allem auch zur Vielfalt des Mediums Film für junges Publikum soll auch in der derzeitigen Lage möglich sein. Erst einmal machen drei Highlights aus früheren Festivals im Fernsehen Appetit auf Lucas: Am 15. August läuft der südafrikanische Spielfilm „Felix“, am 24. August laufen die niederländischen „Baumhauskönige“ und am 29. August ist „Shana – Das Wolfsmädchen“ zu sehen, alle Filme laufen um die Mittagszeit auf Kika.

          Mitmischen weiterhin möglich

          Lucas wird im September das erste Jugendfilmfestival sein, das in neuer Form und mit Publikum stattfindet. Die Hauptklientel, die Schulklassen, werden allerdings wegen der Anweisung des hessischen Kultusministeriums, keine außerschulischen Bildungsorte zu besuchen, nicht ins Kino des DFF und ins Caligari- Kino Wiesbaden kommen dürfen. Lucas werde aber, so Fleißig, zu den Schülern kommen. Die Wettbewerbsfilme der Kategorien „8+“ und „13+“ werden online für den Unterricht zur Verfügung gestellt – und zwar deutschlandweit. Auch Privatpersonen können in ganz Deutschland die Online-Angebote nutzen. Das sei eine gute Gelegenheit, die Reichweite von Lucas zu erhöhen.

          Wichtig aber ist dem Lucas-Team das Kino als Ort des Filmerlebnisses: Es wird für individuelle Besucher, für kleine Kita-Gruppen ebenso wie für Familien ein reichliches Filmangebot auch der Wettbewerbe in beiden Kinos geben. Weil die Platzkapazitäten voraussichtlich noch sehr beschränkt sind, sollen Filme öfter gezeigt werden – vor maximal 25 Personen. Auch die „Klassiker.Klasse“, die sich sogar treffen konnte, um ihre Filmauswahl gemeinsam zu entscheiden, und das Programm für die Allerjüngsten sowie die Feier zum 50. Bestehen des Bundesverbandes Jugend und Film sollen im Kino stattfinden.

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          Der bei Lucas wesentliche Austausch der Jurys und der Filmemacher gerade mit Kindern und Jugendlichen soll stattfinden: Fast alle Elemente des „Mitmischen!“ genannten Angebots könnten im virtuellen Raum stattfinden, so Fleißig. Durch die Online-Variante ergäben sich sogar noch mehr Möglichkeiten zum Dialog.

          Informationen zum Programm unter lucas-filmfestival.de

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