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Literaturhaus Frankfurt : Adam, Gott, Engel und Geister

Maria Gazzetti, Chefin des Frankfurter Literaturhauses Bild: Franz Bischof

Nach dem Ende der Sommerpause startet das Literaturhaus Frankfurt mit einem Beitrag zur Festwoche „goethe ffm“ in den literarischen Herbst. Vom 3. September an präsentiert Literaturhausleiterin Maria Gazzetti ein reichhaltiges Lesungsprogramm.

          Los geht es mit Goethe - aber wen wundert das, wir sind schließlich in Frankfurt. Nach dem Ende der Sommerpause startet das Literaturhaus Frankfurt mit einem Beitrag zur Festwoche „goethe ffm“ in den literarischen Herbst, die von der Stadt in diesem Jahr zum zweiten Mal veranstaltet wird. Am 28. August trifft Klaus Reichert, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, sich an der Schönen Aussicht zum Gespräch mit den Schriftstellern Friedrich Dieckmann und Herta Müller. Der Frankfurter Autorennachwuchs liest einen Tag später: Am 29. August präsentieren sich die Teilnehmer der im vergangenen Jahr vom Literaturhaus organisierten Werkstatt „Schreibzimmer“ unter dem Motto „Sexy Underground“.

          Florian Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Vom 3. September an präsentiert Literaturhausleiterin Maria Gazzetti ein reichhaltiges Lesungsprogramm. Zum Auftakt unterhält Martin Lüdke sich mit Ingo Schulze über dessen neuen Roman „Adam und Evelyn“, der am 9. August im Berlin Verlag erscheint. Marlene Streeruwitz folgt am 11. September mit „Kreuzungen“, der 1966 in Rom geborene Niccolò Ammaniti am 15. September, nur wenige Tage nach dem Erscheinungstermin seines Romans „Wie es Gott gefällt“, der bei S. Fischer herauskommt. Am 22. September stellt der Kölner Schriftsteller Gunther Geltinger sein Debüt vor, den Roman „Mensch Engel“, der von Schöffling & Co. veröffentlicht wird. Dass einen Tag später auch Jean-Philippe Toussaint zu Gast ist, freut Gazzetti ganz besonders. Der Autor bringt „Fernsehen“ mit, das 2001 bei Suhrkamp erschien und von der Frankfurter Verlagsanstalt in diesem Herbst als Neuausgabe noch einmal auf den Markt gebracht wird.

          Außerdem im Septemberprogramm ist eine weitere Veranstaltung der Reihe „Zeitkapsel“, die vom Deutschen Literaturarchiv Marbach konzipiert und kurz nach der jeweiligen Marbacher Premiere ausschließlich an das Literaturhaus Frankfurt ausgeliehen wird. Am 25. September geht es um Alfred Andersch und das wiedergefundene letzte Manuskript des Schriftstellers aus dem Jahr 1980. Am 29. September und am 27. Oktober ist Peter Heusch mit zwei weiteren Fortsetzungen seiner Lesung des Gesamttextes von Laurence Sternes „Tristram Shandy“ zu Gast. Holger Ehling stellt in der Reihe seiner Frankfurter Verlegergespräche am 2. September den Deutschen Fachverlag und am 7. Oktober die Frankfurter Verlagsanstalt vor.

          Rund um die Buchmesse und die in das Schauspiel Frankfurt verlegte Lesung Orhan Pamuks am 17. Oktober sind Thomas von Steinaecker mit seinem neuen Roman „Geister“ (6. Oktober), Les Murray (8. Oktober), Lydia Davis (22. Oktober) und María Cecilia Barbetta (23. Oktober) zu Gast. Sie liest aus „Änderungsschneiderei Los Milagros“, der Roman erscheint bei S. Fischer. Am 29. Oktober schließlich präsentiert Artur Becker seinen Roman „Wodka und Messer - Lied vom Ertrinken“, der bei weissbooks herauskommt.

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