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Lichter Filmfest in Frankfurt : Der digitale Kinosaal ist auch Zukunft

Für alle Eventualitäten gerüstet: Johanna Süß und Gregor Schubert würden das Festival am liebsten klassisch ausrichten, können aber auch eine hybride und ganz digitale Variante anbieten. Bild: lichtgraph studios

Feststeht: Das Lichter Filmfest in Frankfurt wird zum geplanten Datum stattfinden – wenn auch anders als sonst. Die Organisatoren sehen in der Pandemie neue Perspektiven für Kinos.

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          Das Datum steht fest – sonst ist alles offen. „Es gibt hoffnungsfrohe Gespräche, dass wir einen Kinosaal aufmachen“, sagt Johanna Süß. Ob die Hoffnung bis zum 27. April trägt, ist ungewiss. Aber der Cantate-Saal, Spielort der Volksbühne am Hirschgraben, ist bis 2. Mai der Ankerplatz des 14. Lichter Filmfests Frankfurt International. Ob mit ein bisschen, mehr oder gar keinem Publikum, dann als Sendestation für Filmgespräche – das wird sich noch herausstellen. „Wir würden lieber ein Festival machen, wie es früher war“, sagt Johanna Süß. „Aber wir haben alles so geplant, dass man es nur online machen kann, hybrid und auch einen größeren Teil in Präsenz. Was wird, ist noch unklar.“ Nur das ist klar: Das 14. Lichter Filmfest Frankfurt International wird zum geplanten Datum stattfinden.

          Eva-Maria Magel
          Leitende Kulturredakteurin Rhein-Main-Zeitung.

          Das Aufgebot des regionalen Wettbewerbs steht und ist mit zwölf Filmen samt Weltpremieren so dicht und hochwertig wie kaum zuvor – was mit an der Pandemie liegt. Aber auch daran, sagt Schubert, dass wohl noch nie so viele Spielfilme mit hessischer Beteiligung produziert worden seien. Viele der Filme, von Marc Bauders „Wer wir waren“, „Eine Handvoll Wasser“ von Jakob Zapf über „Borga“ von York-Fabian Raabe und „Son of Cornwall“ von Lawrence Richards bis „Trübe Wolken“ von Christian Schäfer wären jetzt vermutlich schon in den Kinos gespielt worden und damit allenfalls als Beitrag, aber nicht im Wettbewerb der Lichter gelaufen. „Es werden wöchentlich neue Filme fertiggestellt, die nicht in die Kinos kommen können, weil geschlossen ist. Das ist ein Riesendrama. Man kann nur spekulieren, was das für die spätere Verwertung bedeutet, aber es heißt wohl auch, dass Filme für die Schublade produziert worden sind“, sagt Gregor Maria Schubert, der zusammen mit Süß das Festival leitet.

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