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Künstlerin Kristina Suvorova : „In Frankfurt fehlt mir Freshness“

  • -Aktualisiert am

Bald hat sie einen Koffer in Berlin: Wenn die Pandemie vorbei ist, zieht Kristina Suvorova um. Bild: Helmut Fricke

Dieses Jahr hat auch sein Gutes. Es bringt Veränderungen. Wie auch für die Frankfurter Künstlerin Kristina Suvorova. Sie zieht es in die Hauptstadt.

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          Viele empfinden es anders, aber das Pandemiejahr birgt Chancen. Für Kristina Suvorova ist es womöglich sogar richtungweisend gewesen. Lange hat sie erfolgreich als Illustratorin gearbeitet. „Das war eine wichtige Phase“, sagt sie. In der Liste ihrer Auftraggeber finden sich namhafte Modelabels, elegante Magazine und große Unternehmen. Inzwischen hat sie eine neue Richtung eingeschlagen: „Ich bin dieses Jahr extrem von der Illustration weggegangen.“ Sie habe sich stärker auf die Kunst konzentrieren wollen: „Es hat sich sehr gelohnt.“

          Im Gespräch wirkt Suvorova im besten Sinne cool und souverän. Sie habe angefangen, in Öl zu malen, berichtet sie und deutet auf ein Gemälde, das im Wohnzimmer ihrer Wohnung im Frankfurter Westend hängt. Die figurative Komposition kommt mit wenigen Farbtönen und Konturen aus und wirkt vielleicht gerade deshalb belebt, beschwingt und klar. Das Bild ist erzählerisch und doch abstrahiert genug, um nicht ins Anekdotische zu kippen: „Ich liebe es, mit der Linie so zu spielen, dass sie abstrakt und einfach ist und trotzdem viel erzählt.“ Auf wenige klare Linien konzentriert sich auch die kleine Skizze zum Gemälde, die Suvorova in ihrem Atelierzimmer zeigt. Dort ist auch ein großer Kopf aus Pappmaché zu sehen, der während des ersten Lockdowns im Frühjahr entstand. Die Gespräche mit ihren Freunden seien damals viel sinnhaltiger und spannender geworden, erinnert sie sich. Diesen Eindruck habe sie skulptural umsetzen wollen.

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