https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/kuenstlerin-christina-kral-immer-wieder-die-sonne-17201485.html

Künstlerin Christina Kral : Immer wieder die Sonne

  • -Aktualisiert am

Mal nahe an die Leinwand heran, mal weit weg: Christina Kral in ihrem Atelier an der Langen Straße Bild: Frank Röth

Ritual und Erneuerung: Die Künstlerin Christina Kral arbeitet an Bildern zu Homers „Odyssee“. Dabei geht es ihr darum, mit ähnlichen Techniken unterschiedliche Bilder zu erzeugen.

          3 Min.

          Sie sprechen mehrere Sprachen. Die großformatigen Bilder, an denen Christina Kral arbeitet, lassen sich nicht auf Anhieb einer malerischen Strömung zuordnen. Ein diffuser Farbnebel hier, Flecken dort, flotte gestische Setzungen und nervöse Striche allenthalben: Krals Gemälde sind nicht durchgehend abstrakt, sie überschreiten aber auch nie die Schwelle zum eindeutig Gegenständlichen. „Ich nehme mir konkrete Sachen, aber ich will auf keinen Fall, dass es konkret wird“, erläutert die Künstlerin ihren Umgang mit figürlichen Vorlagen.

          Um vom Konkreten wegzukommen, trete sie beim Malen entweder sehr nahe an die Leinwand heran oder male blind, ohne auf das Bild zu blicken. Ihre Großformate bearbeitet Kral auf dem mit Teichfolie ausgelegten Boden des von ihr mitgenutzten Gemeinschaftsateliers im Allerheiligenviertel. Mit expressiven Farbspuren übersät, lässt der Boden die malerische Dynamik ihrer Arbeitsweise erahnen. Kleinere Formate entstehen auf einem ebenfalls mit schwarzer Folie verkleideten Arbeitstisch.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Neue Wege: Der Wasserstand des Rheins ist so niedrig, dass Touristen zum Bingener Mäuseturm laufen können.

          Trockenheit am Mittelrhein : Als hätte es Steine in den Fluss geregnet

          Aus dem Mittelrhein ragen fußballfeldgroße Inseln. Der Wasserstand ist teilweise so niedrig, dass man den Fluss durchwaten kann. Manche Fähren stellen den Betrieb ein – und Anwohner trauen ihren Augen kaum.