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Corona-Vorschriften : Was Sache ist

Zu dicht gedrängt? Am Wochenende genossen zahlreiche Frankfurter das Frühlingswetter am Mainufer. Bild: dpa

Was ist erlaubt, was nicht? Angesichts des Dschungels der sich immer erneuernden Vorschriften gehen Bürgerinnen und Bürger auf wackeligem Boden. Es gleicht einem Fulltimejob, zur Zeit den Überblick zu behalten.

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          Als Neue Unübersichtlichkeit bezeichnete Jürgen Habermas in den achtziger Jahren die Postmoderne, in der es theoretisch ziemlich drunter und drüber ging, es keine Orientierung mehr gab, keine Utopien, kein gesellschaftliches Leitbild. Daran hat sich seither nichts geändert, und als wollte die Praxis die Theorie wieder einmal bestätigen, dieses Mal aber mit besonderem Nachdruck, wissen wir in diesen Pandemie-Zeiten oft nicht mehr, was nun eigentlich Sache ist.

          Das Bundeskanzleramt, die sechzehn Länder, städtische Ämter, die etwa in Frankfurt in Vorschriften umsetzen, was sich Berlin und Wiesbaden ausgedacht haben: Wer da noch den Durchblick behält, hat nichts anderes zu tun, als sich auf den Websites von Ministerien und Behörden zu erkundigen. Ein Fulltimejob. Und einer voller Fallstricke. Wehe, der Informationswillige stößt auf Dokumente von gestern und vorgestern. Oder lässt sich von Texten ablenken, die nicht staatlich legitimiert sind. Eine kleine Nachlässigkeit, schon ist man bei irgendwelchen Querdenkern gelandet.

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