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Kino : Hessischer Filmpreis für „Fremde Haut“

  • Aktualisiert am

„Fremde Haut”: Schauspielerin Tabatabai (l.), Regisseurin Maccarone Bild: dpa/dpaweb

Der in dieser Woche angelaufene Film „Fremde Haut“ über das Leben einer lesbischen Iranerin in der schwäbischen Provinz hat den Hessischen Filmpreis erhalten. Ein Ehrenpreis ging an Hanna Schygulla.

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          Der in dieser Woche angelaufene Film „Fremde Haut“ über das Leben einer lesbischen Iranerin in der schwäbischen Provinz hat den Hessischen Filmpreis erhalten.

          Die Auszeichnung, die am Freitagabend auf einer Gala am Rande der Frankfurter Buchmesse verliehen wurde, ist mit 30.000 Euro dotiert; insgesamt sind die Hessischen Film- und Kinopreise mit 177.000 Euro ausgestattet. Die von der Buchmesse und dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ gestiftete Ehrung für die beste Literaturverfilmung (20.000 Euro) ging an „Willenbrock“ und seinen Produzenten Norbert Sauer nach dem Roman von Christoph Hein. Regie führte Andreas Dresen.

          In „Fremde Haut“ mit Jasmin Tabatabei in der Hauptrolle habe Regisseurin Angelina Maccarone eine mutige Arbeit geliefert, lautete die Begründung der Jury. Als bester Kurzfilm (15.000 Euro) wurde „Hauptsache Lehmann“ von Birgit Lehmann prämiert. Als bester Dokumentarfilm (30.000 Euro) wurde „Opernfieber“ von Katharina Rupp ausgezeichnet, weil er die Welt des italienischen Musiktheaters leidenschaftlich und aus ungewöhnlicher Perspektive zeige.

          Hanna Schygulla mit ihrem Ehrenpreis
          Hanna Schygulla mit ihrem Ehrenpreis : Bild: dpa/dpaweb

          „Ganz normale Menschen“

          Der vom Hessischen Rundfunk verliehene Fernsehpreis ging an das zehnköpfige Darsteller-Ensemble des TV-Films „Die Konferenz“, darunter Senta Berger, Günther Maria Halmer und Jan-Gregor Kremp. „Den Schauspielern gelingt etwas ganz Besonderes und Wunderbares: Sie legen die Aura ihrer Prominenz ab und werden hier zu ganz normalen Menschen“, meinte die Jury.

          Sichtlich bewegt nahm Hanna Schygulla, die vor allem durch die Filme von Rainer Werner Fassbinder weltbekannt wurde, den undotierten Ehrenpreis aus den Händen des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) entgegen. Sie freue sich, daß man noch an sie „gedacht“ habe, sagte die 61 Jahre alte Schauspielerin, der von fast 1000 Gästen stehend applaudiert wurde. Moderiert wurde die Gala, die im Vergleich zu den Vorjahren einige Längen hatte, von dem Schauspieler Hanns Zischler und der TV-Moderatorin Loretta Stern. Hessens Kunstminister Udo Corts (CDU) kündigte an, daß das Bundesland vom kommenden Jahr an einen Filmfinanzierungsfonds von 20 Millionen Euro auflegen werden. Damit könne Hessen es in der Filmförderung auch mit anderen Bundesländern aufnehmen.

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