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Mann mit der weichen Stimme: Jimmie Allen Bild: Alysse Gafjken

„Sound of Nashville“ am Main : Kein alter Hut

Die Reihe „Sound of Nashville“ präsentiert in Frankfurt wieder junge Talente der Country-Szene. Headliner ist in diesem Jahr der Singer-Songwriter Jimmie Allen.

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          Schon im Jahr 2013 erkannten einige Festivalplaner in Großbritannien, dass auch in Europa das Interesse an Country-Musik wächst. In London organisierten sie erstmals das „C2C: Country to Country“-Festival, das neben einigen bekannteren Namen vor allem aufstrebende Talente aus Nashville präsentieren wollte. Dieses Festival hat mittlerweile Ableger in Glasgow und Dublin bekommen und lockt jedes Jahr Zehntausende Besucher.

          Christian Riethmüller

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Was in Großbritannien und Irland funktioniert, sollte dann im vergangenen Jahr mit der Konzertreihe „Sound of Nashville“ auch in Deutschland ausprobiert werden. Dabei sollten sich sowohl Stars als auch Newcomer der Country-Szene mit einem Akustik-Set in der intimen Atmosphäre kleinerer Clubs präsentieren.

          Moderner Country

          Der Auftakt im vergangenen Jahr war immerhin so verheißungsvoll, dass die Clubtour heuer eine Neuauflage erfährt. Wieder sind dafür in Zusammenarbeit mit amerikanischen Promotern in Nashville junge Musiker ausgewählt worden, die modernen Country spielen. Headliner ist dieses Mal der Singer-Songwriter Jimmie Allen, der sich seinen Traum vom Musikerleben mit etlichen Entbehrungen erkaufte. Als er 2007 von Delaware nach Nashville zog, musste er die ersten Jahre immer mal wieder in seinem Auto wohnen, weil er kein Geld für die Miete hatte.

          Er versuchte sich bei verschiedenen Castingshows und Talentwettbewerben, doch sollte es bis zum Jahr 2017 dauern, bis der Mann mit der weichen Stimme endlich einen Plattenvertrag unterzeichnen konnte. Sein 2018 veröffentlichtes Debütalbum „Mercury Lane“ war dann aber gleich ein Hit in Amerika, vereinen doch Songs „Best Shot“ oder „Make Me Want To“ Country mit zeitgenössischem R&B, was auch Fans von Popstars wie Justin Timberlake oder Miley Cyrus gefallen dürfte.

          Country mit Pop und Electronica zu kreuzen, ist auch das Rezept von Tyler Filmore, der gleichfalls bei „Sound of Nashville“ dabei ist. Dem im Bundesstaat Missouri aufgewachsenen Singer-Songwriter, der früher in einer nach ihm benannten Band spielte, gelang Anfang 2018 mit dem Hit „Slower“ der Durchbruch.

          Der ist auch Kassi Ashton gelungen, der dritten im Bunde bei „Sound of Nashville“. Die 26 Jahre alte Sängerin sorgte mit ihrem Debüt „California, Missouri“ und dann mit dem Song „Pretty Shiny Things“ für Aufsehen.

          Sound of Nashville am 11. März, 19.30 Uhr, Frankfurt, Das Bett, Schmidtstraße 12

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