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Koreanische Pianistin : Das Klavier als bester Freund

Hoffnungsvoll: Jung Eun Séverine Kim vor wenigen Tagen zwischen den Flügeln im Frankfurter C. Bechstein Centrum Bild: Wonge Bergmann

Die Kandidaten für den Internationalen Deutschen Pianistenpreis konkurrieren in der Alten Oper und im Livestream. Die Koreanerin Jung Eun Séverine Kim ist eine von ihnen – und ist für ihren großen Traum nach Deutschland ausgewandert.

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          Für die neun Nominierten des Internationalen Deutschen Pianistenpreises wird es in wenigen Tagen ernst: Am 18. und 19. Oktober stellen sich diese Kandidaten, die unter 140 Bewerbern aus aller Herren Ländern anhand eingesandter Videos von einer Jury ausgewählt wurden, mit ihren Soloprogrammen im Frankfurter Literaturhaus in drei Runden der weiteren Entscheidung. Sobald diese gefällt ist, fährt der Gewinner noch am selben Tag nach Baden-Baden zu Orchesterproben mit der dortigen Philharmonie, um das Ergebnis beim „Grand-Prix Finalkonzert“ am 20. Oktober in der Alten Oper präsentieren zu können.

          Guido Holze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Preisgeld für den Sieger in Höhe von 20.000 Euro sowie der mit 3000 Euro dotierte Publikumspreis sind dabei nur ein Teil der Förderung des in Frankfurt ansässigen International Piano Forum, das den Wettbewerb nach der pandemiebedingten Absage im Vorjahr nun zum zehnten Mal veranstaltet. Denn die 2008 als Verein gegründete Initiative, die jährlich bis zu 400.000 Euro an privaten Fördermitteln akquiriert, unterstützt alle Nominierten langfristig, etwa mit der Vermittlung von Auftritten und CD-Produktionen. Maryam Maleki, die sich in Vollzeit ehrenamtlich engagierende Initiatorin und Präsidentin des International Piano Forum, blickt nun mit besonderer Spannung auf das geballte Programm, nachdem die Enttäuschung durch die zweimalige Absage im Vorjahr so groß gewesen war.

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