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Intendant Laufenberg kündigt : Wiesbadener Theaterposse

Will seinen Vertrag nicht verlängern: der Intendant des Staatstheaters Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg Bild: dpa

Die Kommunikation zwischen dem Wiesbadener Theaterintendanten und dem Ministerium ist nicht mehr im Lot. Uwe Eric Laufenberg verzichtet nun auf eine Verlängerung seines Vertrags. In die verbleibende Spielzeit passt noch viel Theater.

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          Der Intendant zitiert Wahlslogans der Grünen, um zu unterstreichen: „Bereit, weil ihr es seid“, das trifft nur auf ihn zu. Das Ministerium wiederum gibt zu, eine Frist versäumt zu haben. Wird nun ein Gespräch zwischen Kunstministerin Dorn (Die Grünen) und Uwe Eric Laufenberg kommen? Zumindest gibt es jetzt Terminvorschläge. Nach dem Stil der Nachricht, mit der Laufenberg nun angekündigt hat, 2023 seinen Hut zu nehmen, darf man ein Gesprächsklima irgendwo zwischen Kafka und Beckett erwarten, mit einem Hauch Götterdämmerung. Und wenn die Ministerin kontert, es gebe noch Weiteres zu bereden, darf man sich auf die nächsten Kabinettstücke aus dem Staatstheater schon gefasst machen. An denen war die Zeit seit dem Amtsantritt Laufenbergs 2014 jedenfalls nicht arm.

          Die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist im Fall des Wiesbadener Staatstheaters offenbar seit geraumer Zeit nicht mehr im Lot. Laufenberg dürfte mit seinem Verzicht auf eine Verlängerung, nach allem, was man über die Wiesbadener Verhältnisse vermuten kann, einer Nichtverlängerung der Politik zuvorgekommen sein. Mangelndes Interesse kann Uwe Eric Laufenberg nicht beklagen, in der Stadtgesellschaft, so schreibt er, werde seine Verlängerung „mit gutem Pro und größtenteils lächerlichem Contra“ diskutiert. Wobei ein Intendantenwechsel nach zehn Jahren durchaus nichts Ungewöhnliches ist.

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