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Musik im Impfzentrum : Impfarie

Eine Bühne der anderen Art: Das Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle Bild: dpa

Musik kann für manche wie Medizin wirken. Die Kammeroper beweist diesen Gedanken durch ihre Mini-Konzerte in der Frankfurter Festhalle, auch wenn Mediziner in Opern nicht unbedingt beliebt sind.

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          Mediziner sind in der Oper nicht immer Sympathieträger. Wenn sie denn überhaupt Ärzte sind. Und nicht irgendwelche Lateinisch radebrechenden Scharlatane, Hochstapler oder gleich die weibliche Hauptfigur. Wenn Ihnen also Don Bartolo begegnen sollte, rachlustig wie bei Mozart oder im Sechzehntelstaccato erzieherisch tätig wie bei Rossini, dann sind sie goldrichtig – im Impfzentrum.

          Die Kammeroper Frankfurt beginnt in der Festhalle eine Serie von nachmittäglichen Mini-Konzerten, die bis in den Juli die Impflinge auf ihrem Parcours daran erinnern, dass auch Musik Medizin ist. Die Premiere dieser bislang im Land einmaligen Benefizaktion ist am Pfingstmontag zwischen 15 und 18 Uhr. Schade, dass man nicht auch einfach so zuhören kann.

          Wir wüssten doch zu gern, was gespielt wird, verspricht die Kammeroper doch „ausgesuchte klassische Musik, die die Schatten des letzten Jahres vertreiben und dabei stets diskret bleiben soll“. Musik ist Körper und Seele schließlich extrem zuträglich. Auch wenn Mimi und Violetta trotz eifrigen Singens ausgerechnet eine Lungenkrankheit ereilt hat. Achtung also, sollte Ihnen jemand in der Festhalle diskret zuhauchen „Che gelida manina!“ Aber so weit kommt es wohl nicht.

          Eva-Maria Magel
          Leitende Kulturredakteurin Rhein-Main-Zeitung.

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