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Tier, Name und Kunst : Hitler-Käfer und Kipling-Spinne

Die Kunst der Spinne Bild: Studio Tomás Saraceno

Anophthalmus hitleri ist sein Name nicht gut bekommen. Tomás Saraceno fordert neue wissenschaftliche Namen für manche Arten. Anlässlich seiner Schau im Landesmuseum Darmstadt.

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          Und dann war plötzlich die Rede von Anophthalmus hitleri. Es handelt sich um einen gerade mal ein bisschen mehr als fünf Millimeter langen, passenderweise braunen Käfer. Genau genommen: um einen räuberischen Laufkäfer. Auch diese Eigenschaften eignen sich einigermaßen, um die Gestalt, die beim zweiten Namensbestandteil Pate stand, zu charakterisieren. Der Erstbeschreiber hat das Recht, die von ihm entdeckten, gefundenen, vor ihm noch von niemandem mit einem wissenschaftlichen Namen versehenen Lebewesen zu benennen. Und keiner kann ihm diesen Namen streitig machen.

          Michael Hierholzer

          Kulturredakteur der Rhein-Main-Zeitung.

          So wollen es die Regeln der internationalen biologischen Nomenklatur. Um der Klarheit und Eindeutigkeit willen ist die ursprüngliche Bezeichnung ein und für alle Mal die richtige. Der österreichische Sammler und Hobby-Entomologe Oscar Scheibel hat im gelegentlich auch als Hitler-Käfer bezeichneten blinden Insekt eine neue Art erkannt und es 1937 dem „Herrn Reichskanzler Adolf Hitler als Ausdruck meiner Verehrung zugeeignet“, wie er im letzten Satz seiner Erstbeschreibung unmissverständlich klarlegt.

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