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Grönemeyer live in Frankfurt : Ganz lässig

„Und der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt“: Herbert Grönemeyer in Frankfurt Bild: Wonge Bergmann

„Ist das schön hier!“: Ein äußerst gut gelaunter Herbert Grönemeyer reißt die vollgepackte Frankfurter Arena mit. Mit einem Song macht er dem Publikum ein besonderes Kompliment – und fordert zudem politische Standfestigkeit.

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          Das im ersten Lied des Abends besungene Sekundenglück dauert tatsächlich nahezu drei Stunden, denn wenn Herbert Grönemeyer schon einmal auf Stadientour geht, lässt sich der Mann nicht lumpen. Da wird gegrölt, geheult, gejodelt und im wahrsten Sinne des Wortes laufgesungen, wie es so unnachahmlich nur der Bochumer kann, der vielleicht gerade wegen seines so unvollkommenen, aber stets aufrichtigen Vortrags geliebt und verehrt wird.

          Christian Riethmüller

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          In der ausverkauften Commerzbank-Arena in Frankfurt wird nicht nur jedes Lied, ob Klassiker wie „Männer“ oder Frischware vom jüngsten Album „Tumult“, lauthals mitgesungen, sondern schließlich sogar der Jubelgesang „Oh wie ist das schön“ angestimmt, um die Begeisterung zu kanalisieren, die nicht zuletzt von einem blendend gelaunten Herbert Grönemeyer befeuert wird.

          Der jauchzt selbst immer wieder „Ist das schön hier“ und bereitet daher dem Frankfurter Publikum, das sich sogar beim eigentlich dem Ruhrpott vorbehaltenen „Steigerlied“ als äußerst textsicher erweist, ein ganz besonderes Kompliment: „Ihr seid lässig“, ruft er vor dem umfangreichen Zugaben-Block der begeisterten Masse zu, die er zuvor aber nicht nur bestens unterhalten, sondern auch in die Pflicht genommen hat: „Keinen Millimeter nach rechts“ lautet Grönemeyers Gebot, das für einen Moment Zehntausende Menschen in einem Stadion in Einsicht eint.

          Grönemeyer sang mehr als zwei Stunden.

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