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Helene Fischer in Frankfurt : Im LaLa-Land

„Spürst du das auch?“ – Helene Fischer singt in der Frankfurter Festhalle von den ungetrübten großen Gefühlen. Bild: Ly, Martin

Schlager, Pop, Akrobatik: Helene Fischer beschert ihrem Publikum beim ersten von fünf Konzerten in der Frankfurter Festhalle Glücksgefühle.

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          Es ist angerichtet: Süßkram in Massen, ungesund wie nur was. Doch heute wollen wir mal nicht so sein, wir hauen rein, atemlos, die ganze Nacht, im besten Club der Stadt. Olé, olé, olé. Fehlt nur noch der Star des Abends, der den Startknopf für die Party drückt. Doch Helene Fischer wartet noch irgendwo hinter der Bühne in der ausverkauften Frankfurter Festhalle. Die Sicherheitskontrollen auf dem Weg in die „Gudd Stubb“ erfordern Zeit, und etliche Konzertbesucher haben ihre Plätze noch nicht einnehmen können. 7.300 Zuschauer sind zum ersten von insgesamt fünf ausverkauften Konzerten geströmt, die Fischer bis Sonntag in Frankfurt geben wird. Allein am Main werden dann mehr als 36.000 Menschen Deutschlands aktuell erfolgreichsten Gesangsstar live erlebt haben, der bis Anfang März noch in sieben weiteren Großstädten jeweils bis zu fünf Konzerte an einem Ort geben wird.

          Christian Riethmüller

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Trotz dieses sensationellen Zuspruchs, den selbst angloamerikanische Superstars nicht ohne weiteres übertreffen würden, ist die Stimmung im Saal vor dem Konzert eher gemächlich-abwartend als fiebrig-erregt. Wäre bei einem Rockkonzert die aufgeregte Vorfreude fast zum Greifen spürbar, könnte am Dienstagabend um kurz nach 20 Uhr wohl auch gleich ein zauseliger Onkel auf die Bühne der Festhalle treten und zu einem Vortrag übers Pferd anheben. Es kommt dann allerdings doch anders. Ein Laserstrahl pendelt wie bei einer Standuhr hin und her und zeigt somit an, dass die Zeit läuft und es nicht mehr lange dauern kann, bis Helene Fischer endlich auf die Bühne kommt. Das tut sie dann auch, allerdings nicht flinken Schritts, sondern durch die Luft schwebend.

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