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Bis Ende August geschlossen : Harter Schnitt für das Papageno Theater

Hans-Dieter Maienschein ist Leiter des Frankfurter Papageno Theaters. Er hofft, den Spielbetrieb im September wieder aufnehmen zu können. Bild: Daniel Pilar

Das Frankfurter Papageno Theater im Palmengarten bleibt wegen der Corona-Krise bis Herbst geschlossen. Premieren müssen deswegen verschoben werden. Die Einnahmeverluste sind erheblich.

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          Das Frankfurter Papageno Theater im Palmengarten sagt alle Vorstellungen bis Ende August ab und verschiebt die geplanten Premieren „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ und „Pippi feiert Geburtstag“ auf die Spielzeit 2021/22. Dann will das Theater sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen feiern.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Um weiter zu existieren, sei der Schritt jetzt nötig, so ein Sprecher. Eine zuverlässige Planung sei aufgrund der „Salami-Taktik“, gerade was Entscheidungen über Kulturveranstaltungen in der Corona-Pandemie betreffe, derzeit unmöglich. Selbst falls es zu einer Lockerung der Kontaktbeschränkungen nach dem 4. Mai komme, könne der Spielbetrieb mit Proben und Gastschauspielern nicht aufgenommen werden.

          190.000 Euro fehlen absehbar in der Kasse

          Zudem rentiere sich das Spielen vor stark verkleinertem Publikum nicht. Der Einnahmeverlust belaufe sich grob überschlagen bis Saisonende auf 190.000 Euro, 85 Prozent des Budgets erwirtschafte das Theater selbst.

          Die Kultur sei in den Beschlüssen der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten vom 15. April nicht einmal erwähnt worden, so Theaterleiter Hans-Dieter Maienschein, dies sei frustrierend. Was das Verbot von Großveranstaltungen für die Theaterwelt bedeute, bleibe ungewiss. „Wir hoffen, dass wir im September die neue Spielzeit eröffnen können“, so Maienschein. Wer das Theater unterstützen wolle, könne das tun, indem er auf die Rückerstattung gekaufter Eintrittskarten verzichte. Derzeit, so der Sprecher des Theaters, sei Kurzarbeit angemeldet, auch Soforthilfe habe das Theater bekommen. Sie fließe aber hauptsächlich in die Rückzahlung stornierter Karten.

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