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Kulturdezernentin Ina Hartwig : „Gerade jetzt darf nicht gespart werden“

Unverkennbar: Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) Bild: Bernd Kammerer

Wie kann die Kultur den mehrfach erneuerten Lockdown und seine Folgen überstehen? Die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig darüber, wie die Stadt mit der Aussicht auf Neubauten von Oper und Schauspiel nach vorne blickt.

          5 Min.

          Bühnen, Museen, Alte Oper geschlossen, Auftritte von freien Gruppen, die ins Netz verlagert oder aber immer wieder verschoben werden. Ist die Kultur in einer aussichtslosen Situation?

          Michael Hierholzer

          Kulturredakteur der Rhein-Main-Zeitung.

          Gewiss nicht in einer aussichtslosen. Aber in einer verzwickten. Auf der einen Seite haben wir hervorragende Hygienekonzepte, auf der andern sind die Fallzahlen trotz des Teil-Lockdowns nicht wesentlich verbessert worden. Deshalb gibt es die Verlängerung.

          Auch bei der Unterstützung für freischaffende Künstlerinnen und Künstler?

          Sicher. Wir haben immer sehr schnell gehandelt und gleich beim ersten Lockdown einen Notfallfonds durch Umschichtung in unserem Budget geschaffen. Er wurde durch Zustiftungen erweitert. Das ist ein tolles Zeichen für Frankfurt, dass es hier diesen solidarischen Geist gibt, das Bürgertum engagiert sich. Zudem sind wir in der Bundesrepublik Deutschland auch im vulnerablen Kulturbereich sehr gut aufgestellt, es gibt Bundeshilfen, es gibt Landeshilfen, und ich finde es sehr bemerkenswert, dass der Bundesfinanzminister auch erhebliche Mittel in den Haushalt eingestellt hat, um die Kultur zu stärken.

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