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„Live Music Now“-Ableger : Im Geist des Meisters

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Andächtig: Anastasia Churbanova (vorne) und ihre Schwester Polina spielen im Oberin Martha Keller Haus. Bild: Maximilian von Lachner

Der Ableger von Yehudi Menuhins Netzwerk „Live Music Now“ wird 25 Jahre alt. Der Frankfurter Verein vergibt jährlich in Zusammenarbeit mit der HfMDK Stipendien für Musiker unter 30.

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          Die rund 25 Besucher kommen für etwas, das sie sonst nicht erleben: klassische Livemusik. Sie haben sich im Kirchenraum des Pflegeheims Agaplesion Oberin Martha Keller Haus versammelt, einige von ihnen im Rollstuhl und in Begleitung von Pflegepersonal. Das Konzert, das sie hören, wird von den Zwillingen Anastasia und Polina Churbanova gespielt. Die beiden 28 Jahre alten Russinnen treten als Pianistenduo auf, sie wurden unter anderem an den Musikhochschulen in Frankfurt, Karlsruhe und Mannheim ausgebildet und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Im Oberin Martha Keller Haus setzen sie sich an ein einfaches Klavier, sind den Zuhörern ganz nah und moderieren das Programm. Sie spielen bekanntere, kürzere Stücke, unter anderem von Bach, Schubert und Rachmaninov.

          Das Konzert wird vom Verein Live Music Now (LMN) veranstaltet. Es ist ein Projekt, das der Geiger Yehudi Menuhin 1977 in London ins Leben rief. „Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude“ – das ist die Erfahrung, die ihn dazu motiviert haben soll. Menuhin ging es darum, mit dem Verein Musik aus den Konzertsälen zu holen und an Orte zu bringen, an denen sonst keine Musik erklingt – und gleichzeitig junge Künstler zu fördern. Die Orte, an denen die Musiker von Live Music Now auftreten, sind ganz unterschiedlich: in Altenheimen und Förderschulen, für Obdachlose, in Flüchtlingsunterkünften, Psychiatrien oder Gefängnissen.

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