https://www.faz.net/-gzg-ah8xw

Schirachs „Gott“ in Frankfurt : Wem unser Leben gehört

Welche Argumente überzeugen? Bischof (Christopher Krieg, links) und Anwältin (Verena Wengler) plädieren. Bild: Helmut Seuffert

Das Frankfurter Fritz Rémond Theater zeigt Ferdinand von Schirachs „Gott“ über Hilfe zum Suizid. Das Publikum stimmt in jeder Vorstellung ab. Eine klare, präzise, emotionale Wahrheitssuche.

          2 Min.

          Wer macht sich hier zu Gott? Professor Sperling aus dem Präsidium der Bundesärztekammer (René Toussaint), der „nicht dem Tod dienen“ will, und damit um das „Wesen der Medizin“ kämpft? Oder der verwitwete Richard Gärtner (Lutz Reichert), der gesund und selbstbestimmt sterben will und damit nach jüdisch-christlicher Lesart luziferische Selbstermächtigung gegen seinen Schöpfer betreibt, also den Sündenfall wiederholt? Solche Fragen stellt der Jurist Ferdinand von Schirach mit seinem Theaterstück „Gott“, das als Erfolg von Bühne zu Bühne im deutschsprachigen Raum zieht. Nun hat es Heinz Kreidl für das Frankfurter Fritz Rémond Theater inszeniert.

          Claudia Schülke
          Freie Autorin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Regisseur hat ein Ensemble von acht Schauspielerinnen und Schauspielern versammelt, um die Frage nach der ärztlichen Beihilfe zum Suizid von einem Ethikrat klären zu lassen. Diese Beihilfe ist nicht mehr strafbar. Das Bundesverfassungsgericht hat am 26. Februar 2020 Rechtssicherheit geschaffen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Im Mai hielt Jan Veil zum ersten Mal eine Rede bei einer Kundgebung.

          Beweggründe für den Protest : Wie ein Linker zu den „Querdenkern“ kam

          Jan Veil sieht sich als Linker, er kämpft für Volksentscheide und hat lange die Grünen gewählt. Seit Mai nimmt er regelmäßig an „Querdenken“-Demonstrationen teil und hält dort immer wieder Reden. Was hat ihn dazu bewogen?
          Im Namen Taiwans: Das Repräsentationsbüro in Vilnius

          Ärger wegen Taiwan-Büro : Wenn China Fliegen fängt

          Peking straft das kleine Litauen für die Eröffnung eines Taiwan-Büros ab. Den chinesischen Zorn haben auch schon Kanada und Australien in anderen Fällen zu spüren bekommen. Welche Erfahrung hat man dort gemacht?