https://www.faz.net/-gzg-9sfqu

Ärger um neurechten Verleger : Buchmesse mit mehr als 300.000 Besuchern

Plus: Zu Buchmesse kamen 5,5 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr - erstmals konnte Bücher auch schon am Samstag gekauft werden Bild: Helmut Fricke

Die Frankfurter Buchmesse hat sich als Besuchermagnet erwiesen. Sie konnte 5,5 Prozent mehr Gäste begrüßen als vor einem Jahr. Am Schlusstag gab es Ärger um einen neurechten Verleger und dessen Frau.

          1 Min.

          Die Frankfurter Buchmesse ist mit mehr Besuchern zu Ende gegangen als im Vorjahr. Insgesamt wurden 302.267 Besucher gezählt. Im vorigen Jahr waren es 285.024. Die Fachbesuchertage trugen ebenso zu den verbesserten Zahlen bei wie das Publikumswochenende.

          Florian Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Polizei Frankfurt teilte am letzten Messetag mit, sie habe auf der Messe einen Streit schlichten müssen. Der Fotograf Jonas Fedders hatte am Samstag auf Twitter geschrieben, der Verleger Götz Kubitschek habe am Stand seines neurechten Antaios-Verlags Journalisten bedrängt und ihre Arbeit behindert.

          Aus Lesung „verscheucht“

          Kubitschek habe zu ihm gesagt: „Wir können ja auch vor die Halle gehen und das ausmachen.“ Die Polizei habe ihm nicht geholfen. Er schrieb den Beamten folgende Äußerung zu: „Bei so Gesprächen möchte ich nicht dabei sein.“

          Kubitschek entgegnete am Sonntag auf Twitter, Fedders und andere seien „penetrante Antifa-Claqueure“. Auf seiner Internetseite führte er aus, er habe dem Fotografen, „als er sich das zehnte Mal bei der Polizei ausweinte, vorgeschlagen, ein privates Fotoshooting hinter Halle 4 abzuhalten“. Auch er warf der Polizei mangelnden Einsatz vor. Auf seine Beschwerden über Fedders hin seien die Aussagen der Polizei „wie immer deeskalierend“ gewesen. Die Polizei teilte mit, ein im Internet kursierendes Video des Vorfalls zeige einen „Ausschnitt polizeilicher Maßnahmen, jedoch keine Zusammenhänge“.

          Kubitschek schrieb auch, seine Frau Ellen Kositza sei am Samstag aus einer Lesung von Jutta Ditfurth „vertrieben“ worden. Die Frankfurter Ökolinx-Politikerin schrieb auf Twitter: „Was immer sie vorhatte, sie wurde verscheucht.“

          Weitere Themen

          „Wir müssen wachsam sein“

          Volkstrauertag : „Wir müssen wachsam sein“

          Wie gedenkt man der Toten der Kriege? Die Schüler der Frankfurter Gagern-Schule zeigen in der Paulskirche eine zukunftsweisende Erinnerungskultur.

          Topmeldungen

          Formel 1 in Brasilien : Ferrari flucht

          Verrücktes Finale beim Formel-1-Rennen in São Paulo: Die beiden Ferrari-Piloten schießen sich gegenseitig ab und scheiden nach der Kollision aus. Der Zoff der Stallrivalen bei der Scuderia eskaliert endgültig.
          Bleibt mehr Geld von der Betriebsrente?

          Betriebsrenten : Zusatzrente vom Chef

          Die Regierung macht Betriebsrenten attraktiver: Künftig werden weniger Krankenkassenbeiträge fällig. Vier Millionen Rentner dürfen sich freuen. Und was ist mit dem Rest?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.