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Öku­me­nisches Zentrum : Mit Espresso gegen Kirchen-Austritte

  • -Aktualisiert am

Glaube anders: Harald Stuntebeck und Katja Föhrenbach wollen Christen und Ungetaufte zusammenbringen. Statt zu beten wird hier meditiert. Bild: Carlos Bafile

Der Kirche gehen die Mitglieder aus. Dagegen soll jetzt ein ökumenisches Zentrum im Frankfurter Europaviertel helfen. Die klassischen Assoziationen zu „Kirche“ erlebt man hier nicht unbedingt.

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          Wer zum ersten Mal die Räume von „Pax&People“ im Europaviertel betritt, der ist überrascht. Denn auf den ersten Blick erinnert dort nichts an das Thema Kirche. Mit der großen Theke samt Siebträger-Kaffeemaschine und einem Holztisch, an dem mindestens zehn Leute Platz finden, erinnert der hell erleuchtete Raum an diesem Abend eher an ein Co-Workingspace oder ein trendiges Café. Einziges Indiz für die christlichen Träger ist eine kleine Marienstatue, die auf einem Regal über der Kaffeemaschine steht.

          Das „Pax&People“ ist ein Experiment. Vor einem Jahr haben die beiden großen Kirchen in Frankfurt das ökumenische Gemeindezentrum gemeinsam eröffnet. Weil beide Seiten mit vielen Austritten zu kämpfen haben, denken sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche darüber nach, auch anderswo enger zu kooperieren, zum Beispiel Gemeindehäuser regelmäßig zusammen zu nutzen.

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