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Posaunist Uwe Dierksen : „Ich weiß nur, dass da ganz viel rauswill“

  • -Aktualisiert am

„Man muss bei allem überlegen, was es für die Gruppe bedeutet“: Ensemble-Modern-Posaunist Uwe Dierksen Bild: Andreas Etter

Uwe Dierksen spielt seit 1983 Posaune im Frankfurter Ensemble Modern. Im Interview spricht er über sein Instrument, Vorbilder und seine verschiedenen Rollen.

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          Herr Dierksen, im Jahr 1959, Ihrem Geburtsjahr, gab Ornette Coleman ein Konzert in New York, auf das viele Beobachter mit großem Unverständnis reagierten. Es war der Beginn des Free Jazz. Stellen Sie sich einmal vor, Sie wären damals zwanzig gewesen und hätten das Konzert miterleben können. Wie wäre Ihre Reaktion ausgefallen?

          Außenstehende kommen oft nicht mit, wenn jemand seiner inneren Stimme folgt, dabei aber nicht in endloser Subjektivität verharrt, vielmehr technische Versiertheit mit wahnsinnigem innovativen Drang paart. Mit zwanzig hätte ich wahrscheinlich auch nicht verstanden, welches Format dieser Mensch da vorgibt. Ornette hat sich nie einem Genre verschrieben, auch nicht dem Perfektionismus von Charlie Parker.

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