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FAZ Plus Artikel Ende von Game of Thrones : Sieben Dimensionen der Serien-Sucht

Abgeräumt: Daenerys Targaryen ist jetzt Fernsehgeschichte. Bild: AP

Nach dem Ende von „Game of Thrones“ leidet so mancher Fan. Ein Frankfurter Forscher erklärt, warum Serien süchtig machen – und ab wann man überhaupt von „Sucht“ sprechen kann.

          Für gestern hatte sich Claus-Peter Ernst totale Medien-Abstinenz vorgenommen, um ja keinen „Spoiler“ abzubekommen: Der Wirtschaftswissenschaftler wollte sichergehen, dass er das Ende der letzten Folge von „Game of Thrones“ nicht zu früh verraten bekam. Wie Millionen Menschen weltweit hat er der Serie seit ihrem Beginn vor acht Jahren die Treue gehalten, und vom Ausgang des Dramas um Drachenmutter Daenerys Targaryen wollte er sich doch lieber am eigenen Bildschirm überraschen lassen. Trotz seiner virtuellen Langzeit-Affäre mit den Helden vom Phantasiekontinent Westeros ist der 33 Jahre alte Forscher kein Fan im strengen Sinne des Wortes. Fanatisch gierte er nicht nach neuen Strophen des „Liedes von Eis und Feuer“, wie er sagt: „Ich bin nicht seriensüchtig.“

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Welche Faktoren dazu führen können, dass Menschen dem Reiz von Fortsetzungsgeschichten in ungesundem Maß verfallen, hat Ernst 2018 in einer Studie untersucht: Zusammen mit zwei Forschern der Uni Mainz fand er Hinweise darauf, dass eine starke Identifikation mit Serienfiguren tatsächlich abhängig machen kann. Ernst, der an der Frankfurt University of Applied Sciences und der Heidelberger SRH-Hochschule lehrt, sieht das Personal von „Game of Thrones“ als Ersatzfamilie: Fast jeder Zuschauer findet dort Charaktere, denen er sich verbunden fühlt, weil sie ihm irgendwie ähneln – oder weil sie so sind, wie er gern wäre. Wie im echten Leben ist kaum einer der Protagonisten immer gut oder immer böse. Und man muss sich um jeden von ihnen Sorgen machen: Anders als in konventionellen Actiondramen sind auch Sympathieträger nicht vor frühzeitigem Ableben geschützt.

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