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Dr. Hoch's Konservatorium : Ein Haus in Dur

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Den Neubau habe man von Beginn an als "Komposition in Dur" verstanden. Mit dieser Bemerkung hat der Architekt Joachim Lepper, Gesellschafter der JSK International Architekten und Ingenieure GmbH, bei der Eröffnungsfeier in Dr.

          Den Neubau habe man von Beginn an als "Komposition in Dur" verstanden. Mit dieser Bemerkung hat der Architekt Joachim Lepper, Gesellschafter der JSK International Architekten und Ingenieure GmbH, bei der Eröffnungsfeier in Dr. Hoch's Konservatorium auf die auch von allen Rednern und vielen Besuchern gelobte Helligkeit und Offenheit des Gebäudes an der Frankfurter Sonnemannstraße angespielt. Das zweigeschossige Foyer, das man von der Straße aus durch die Glasfronten sieht und das für die Pausen bei Veranstaltungen genutzt wird, dient so etwa zugleich als Eingangshalle und "Verteilerraum", von dem aus alle übrigen Räume erreichbar sind. Dazu gehören der, wie im vormaligen Gebäude, nach der berühmtesten Lehrerin des Konservatoriums benannte Clara-Schumann-Saal mit 280 Plätzen, ein kleinerer Saal mit 180 Plätzen und zwei Ballettsäle.

          Nötig geworden war der Umzug aus dem Philanthropin, weil die jüdische Gemeinde das Gebäude an der Hebelstraße im Nordend wieder als Schule nutzen wollte, wie Schuldezernentin Jutta Ebeling (Die Grünen) in Erinnerung rief. Diesem Wunsch kam man nach, und so sei "eine historische Wunde geschlossen worden". Möglich geworden sei der Neubau durch "Public-private-Partnership": Als Bauherr trat die Südleasing GmbH auf, die der Stadt das Gebäude nun vermietet und die 20 Jahre lang alle Gebäuderisiken trägt. Danach wird die Stadt Eigentümerin des Hauses.

          Die Stadt unterstütze also auch in finanziell schwierigen Zeiten die Musikausbildung, sagte Ebeling, die auch Vorsitzende der Stiftung Dr. Hoch's Konservatorium ist. Da das Kapital der von Dr. Joseph Hoch (1815-1874) gegründeten Stiftung aufgebraucht sei, werde die Musikakademie von Stadt und Land unterstützt und damit "1000 begabte Menschen", die derzeit unterrichtet werden. Die Stadträtin appellierte an die Bürger, die Angebote in dem Neubau zu nutzen. Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel sei ausgezeichnet. Die Kooperation des Konservatoriums mit der Musterschule, die erweiterten Musikunterricht anbietet, werde fortgesetzt.

          Dem Konservatorium sei durch den Umzug "nur Gutes geschehen", freute sich Direktor Frank Stähle. Schallschutz und Lichtverhältnisse seien im Neubau besser als im Philanthropin, und es stehe eine größere Zahl an Übungsräumen und Sälen zu Verfügung. An beide Säle ist ein Tonstudio angeschlossen. Der sehr hohe, mit hellem Holz vertäfelte Clara-Schumann-Saal, der sich bei der Eröffnungsfeier unter den Klängen des Konservatoriumsorchesters als relativ hallreich erwies, soll noch mit Bühnentechnik ausgestattet werden. Die Säle sollen - laut Ebeling - auch für Konzerte externer Chöre und Orchester nutzbar sein.

          Das Konservatorium wolle sich in jedem Fall "weit öffnen" und mit Veranstaltungen breitere Bevölkerungsschichten auf seine Arbeit aufmerksam machen, sagte Stähle. Anläßlich des Eröffnungs-Rundgangs durch die fünf Stockwerke des Hauses musizierten, tanzten und sangen auf den Gängen und in den Sälen Schüler, Studenten, Absolventen und Dozenten. GUIDO HOLZE

          Informationen zum Konservatorium im Internet unter www.dr-hochs.de

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