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„Der Rhein“ : Mehr als nur ein Fluss

Aus der Mitte entspringt ein Fluss: Carl Theodor Reiffensteins Zeichnung „Blick beim Jagdschloss Platte über den Rheingau“ Bild: Städel-Museum

Hans Jürgen Balmes hat ein Buch geschrieben, das den Rhein neu entdeckt. Dass der Autor den Fluss genau studiert hat und gerade deshalb liebt, spürt man an jeder Zeile seiner Prosa.

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          Er hat auch für den Main etwas übrig. Ein interessanter kleiner Fluss, findet Hans Jürgen Balmes, mit seinem seltsamen Zickzack zwischen Nord und Süd. Das liege daran, dass der einst nach Süden Richtung Donau fließende Main sich einen neuen Lauf suchen musste, als das Land sich hob. Plötzlich floss das Wasser nach Norden. Und suchte sich in den Betten zahlreicher anderer Flüsse den Weg.

          Florian Balke
          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aber das ist nichts gegen die Geschichte des größeren Stromes, in dem der Main aufgeht. Ihr ist Hans Jürgen Balmes in seinem Buch „Der Rhein“ nachgegangen. Von den mühsam zu erreichenden Quellen hoch oben zwischen den schmelzenden Gletschern der Alpen bis zur Giftmüllkippe an der Mündung, in der die Holländer sammeln, was Deutsche und andere dem Strom mitgeben, handelt die „Biographie eines Flusses“. Erschienen ist sie vor gut einer Woche bei S. Fischer in Frankfurt, dem Verlag, dessen Programmleiter für internationale Literatur Balmes lange war und dessen Editor-at-large er heute ist.

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