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Revolte Tanzbein : Stetig hämmert der Beat der Frankfurter Band

Die Frankfurter Band Revolte Tanzbein posiert mit Saxophon, Posaune und Trompete. Bild: Dennis Schurtakow

Die Band Revolte Tanzbein will mit ihrem neuen Album ihre als überwältigend beurteilte Livepräsenz einfangen. Damit bittet Revolte Tanzbein zum Tanz, die Record-Release-Party ist aber schon ausverkauft.

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          Das will ich auch!“ Alexander Bartsch erinnert sich noch gut an jenen Moment vor etwa zehn Jahren, als ihn die Bühnensucht erwischte: „Ein Bekannter spielte mit seiner Band im Frankfurter Club Nachtleben, und ich stand im Publikum und wusste plötzlich, dass ich auch in einer Band singen möchte. Und dafür hätte ich alles gemacht, zur Not auch Death Metal; Hauptsache, ich darf singen“, erzählt Bartsch heute, da sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Death Metal muss er dafür nicht grunzen, im übertragenen Sinne die Sau rauslassen aber schon, zieht die Gruppe, deren Frontmann er ist, ihre Energie doch auch aus Bartschs Exaltiertheit auf der Bühne. Dort verwandelt sich der bärtige Familienvater regelmäßig mit dem ersten Ton in einen nimmermüden Vortänzer getreu dem Motto „Tanz hart“.

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          Christian Riethmüller
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          So heißt auch der Titel des eben veröffentlichten zweiten Albums der Frankfurter Band Revolte Tanzbein, jener Gruppe, mit der Bartschs Sänger-Wunsch seine Erfüllung gefunden hat, was er wiederum zu einem guten Teil seinem alten Freund Henning Lindner verdankt. Der Gitarrist war seinerzeit im Nachtleben mit dabei und damals ohnehin im Begriff, eine Band zusammenzustellen, mit der man spaßeshalber ein wenig musizieren könnte. Welchen Stil man verfolgen wollte, war ebenso ungewiss wie ein Name für das Projekt. „Irgendwann dachten wir auch mal an den Namen ,Hackstaat‘ und hätten dann nur Lieder über Hackfleisch gemacht“, kichern Bartsch und Lindner über frühe Fantasien. Dazu kam es aber nicht, weil die beteiligten Musiker sich auf einen bevorzugten Stil einigten. „Ska gefiel uns allen, also wollten wir Ska spielen; Musik, zu der man tanzen kann. Und eines Tages kam unser Bassist Oli Hasenpflug mit dem Namen ,Revolte Tanzbein‘ um die Ecke, der uns anfangs vielleicht etwas sonderbar vorkam, aber letztlich genau umreißt, was wir machen wollen: Wir sind die Revolte, und das Publikum schwingt das Tanzbein“, erinnern sich Bartsch und Lindner an die Anfänge.

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