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Pianist Christoph Ullrich : Ein Mann, fest im Scarlatti-Griff

Hat einen Plan bis 2028: Christoph Ullrich in seinem Arbeitszimmer Bild: Wonge Bergmann

Seit zehn Jahren spielt Christoph Ullrich alle 555 Cembalo-Sonaten von Domenico Scarlatti auf einem Flügel ein. 2028 will er fertig sein. Wer normal ticke, würde so etwas nicht machen, sagt er.

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          Christoph Ullrich eilt noch einmal hinauf in sein Arbeitszimmer. Es ist mit zwei Klavieren und einem Flügel gut gefüllt. An der Tür ist mit Klebestreifen ein Zeitplan befestigt. Ein einziges ausgedrucktes Blatt mit ein paar handschriftlichen Nachträgen, das seit zehn Jahren Richtschnur ist für die Lebenszeit des Frankfurter Pianisten. Der Zeitplan gilt noch bis 2028. Dann wird der jetzt 62 Jahre alte gebürtige Göttinger das Rentenalter längst erreicht haben. Und sollte dem Plan nach alle 555 Klaviersonaten von Domenico Scarlatti auf CD eingespielt haben.

          Guido Holze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          295 Sonaten auf 18 CDs in acht nicht in numerischer Abfolge herausgegebenen Volumes sind im Stuttgarter Label Tacet bislang erschienen. Weitere 60 Sonaten hat Ullrich schon aufgenommen. Die Volumes sechs und sieben, die er soeben in der Jesus-Christus-Kirche Dahlem in Berlin eingespielt hat, werden jetzt geschnitten. Insgesamt hat er so schon 355 Sonaten aufgenommen und damit auch von den geplanten 17 Volumes deutlich mehr als die Hälfte bewerkstelligt.

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