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„Bodies“ im Frankfurter Lab : Erotik mit Maschinenarmen

Mensch, Maschine: Geomyung Jeong (hinten im Bild) mit ihren „Bodies“ im Frankfurt Lab. Bild: Ayla Pierrot Arendt

Nackter Körper an künstliche Arme, Beine, Bäuche und Zungen: Geomyung Jeong streamt aus dem Lab für die „Frankfurter Positionen“ ihre Roboter-Performance. An Leibhaftigkeit fehlt es aus einem anderen Grund.

          3 Min.

          In den allermeisten ihrer Performances trägt Geomyung Jeong nichts. Jedenfalls gegen Ende. Ihr nackter Körper schmiegt sich an Arme, Beine, Bäuche, Zungen, die eines teilen: Sie sind allesamt künstlich. Nun geht sie, in jeder Hinsicht, mit der Zeit. Ihr jüngstes Werk „Test Run“ ist keine Live-Vorstellung oder doch eine nur unter eingeschränkten Bedingungen. Die Produktion, ein Auftragswerk des Festivals „Frankfurter Positionen“, wird aus dem bis auf Jeong und das technische Personal leeren Frankfurt Lab gestreamt. Und die Performerin trägt das Kleidungsstück der Corona-Stunde: Jogginghose. Wenn auch vor der Kamera.

          Eva-Maria Magel
          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das ist aber nicht der Grund, warum es dem zentralen Element der mehr als dreistündigen Performance „Test Run“ an Fleisch und Blut, an Knochen und Leibhaftigkeit fehlt. Eine gute Stunde lang gibt Jeong sanfte Befehle, setzt Hebel in Bewegung oder nestelt an Bedienungsknöpfen, die statt Brustwarzen einen Torso zieren, den sie sich selbst umschnallt. Wo aus den Maschinen Partner werden, stattet sich die Performerin mit Gerätschaften aus, die ihr zusätzliche Möglichkeiten verschaffen.

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