https://www.faz.net/-gzg-9dj23

Bildband „DiverCity FFM“ : Aus dem religiösen Leben einer Großstadt

Jüdisches Leben in Frankfurt: Ein stilles Gebet in der Westendsynagoge Bild: Rafael Herlich

Wenige Städte sind so multikulturell wie Frankfurt. Ein neuer Bildband über religiöses Leben in der Großstadt fängt alltägliche Szenen aus einer ungewohnten Perspektive ein.

          Wer sich bildlich der Vielfalt der Religionen in Frankfurt versichern will, kommt an dem Werk nicht vorbei. „Dieses Buch wird die Menschen berühren“, glaubt Kirchendezernent Uwe Becker. Der CDU-Politiker war kürzlich ins Haus am Dom gekommen, um den neuen Bildband des jüdischen Fotografen Rafael Herlich vorzustellen.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auf mehr als 200 Seiten findet sich darin das Ergebnis einer langen Beobachtung. „Die Bilder sind in vielen, vielen Jahren entstanden“, sagt Herlichs Tochter Orly, die mit ihrem Bruder Benjamin da ist, um den kurzfristig erkrankten Vater zu vertreten. Es ist der sechste Bildband des 1954 in Tel Aviv geborenen Fotografen. Das Buch trägt den etwas bemühten Titel „DiverCity FFM“, was in einem englisch-englischen Wortspiel den Ausdruck für Vielfalt, „diversity“, mitklingen lassen soll.

          „Ein Mosaik Frankfurts“

          Die meist kurzen Texte sind in Deutsch und Englisch zu lesen. Den Band prägen teils große, teils kleine Szenen aus dem religiösen Leben einer multikulturellen Großstadt. Bilder vom Interreligiösen Chor sind ebenso zu finden wie betende Sikhs, singende Mormonen und ein Porträt dreier Bundeswehrsoldaten, die untergehakt nebeneinander posieren– in den Händen hält einer die Heilige Schrift, einer den Koran und einer das jüdische Gebetbuch Siddur Schma Kolenu. Das Grußwort in Herlichs Bildband stammt von Oberbürgermeister Peter Feldmann. Für den SPD-Politiker stehen die 180 Nationen in Frankfurt „für unendliche Vielfalt und Kultur, aber auch für multireligiöses, friedliches und tolerantes Miteinander“.

          Rafael Herlich: Der jüdische Fotograf spiegelt in seinem neuen Bildband zum religiösen Leben in einer Großstadt Szenen des Frankfurter Alltags wider.

          Stadtrat Becker, zugleich Bürgermeister, nennt das Werk „insgesamt ein Mosaik Frankfurts“. Herlich sei ein hervorragendes Spiegelbild der Stadt gelungen. Und Joachim Valentin, Leiter des Hauses am Dom und Vorsitzender des Rats der Religionen, der den in einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckten Band mitfinanziert hat, kündigt für den 6. November die Vernissage einer Fotoausstellung mit Bildern aus Rafael Herlichs Band im Haus am Dom an. Wer solange nicht warten will, kann „DiverCity FFM“ für 29,90Euro im Buchhandel erwerben.

          Weitere Themen

          „Es muss ein Umdenken her“ Video-Seite öffnen

          Demos und Proteste zur IAA : „Es muss ein Umdenken her“

          Rund um die IAA gab es in diesem Jahr so viele Proteste und Demonstrationen wie nie zuvor. Sternfahrten, Kundgebungen, Konzerte - vor allem Radfahrer trieb es am Wochenende auf die Straßen.

          Topmeldungen

          Braunkohlekraftwerk Jänschwalde hinter dem ehemaligen Braunkohletagebau Cottbus-Nord

          Details des Klimapakets : Wer hat’s erfunden?

          Kommenden Freitag soll das Klimapaket beschlossen werden. Um die entscheidenden Details wird bis zuletzt gerungen: Offen ist vor allem die Frage, wie viel die Tonne CO2 kosten soll.
          Der frühere türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu trat am Freitag mit fünf anderen Politikern aus der AKP aus.

          Austritte aus der AKP : Rebellion gegen Erdogan

          Einige prominente Politiker sind aus der türkischen Regierungspartei AKP ausgetreten, um ihre eigenen Bewegungen zu gründen. Für den türkischen Präsidenten Erdogan könnte es eng werden.
          Schild vor dem Trump Hotel in Washington, 21. Dezember 2016

          Klage von Hoteliers : Hat Donald Trump die Verfassung gebrochen?

          Trump schädige ihr Geschäft, indem er Diplomaten nötige, in seinen Hotels abzusteigen, monieren Gaststättenbetreiber. Damit haben sie vor einem New Yorker Gericht einen Etappensieg errungen. Nun könnte der Surpreme Court den Fall an sich ziehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.