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Rooftop Concert in Frankfurt : Mit den Beatles ein Zeichen gesetzt

Keine Menschentrauben: Das Konzert der Beatles Revival Band wird auf eine Videoleinwand übertragen. Bild: Wonge Bergmann

Mit einem Dach-Konzert neben dem Hauptbahnhof hat die Beatles Revival Band an das legendäre „Rooftop Concert“ der Fab Four vor rund 50 Jahren erinnert – und auf die vielen Künstler aufmerksam gemacht, die aktuell um ihre Existenz bangen.

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          Als am helllichten Nachmittag plötzlich Beatles-Klassiker wie „Get Back“ oder „Let It Be“ von einem Dach erklingen, wähnt sich der Passant geradewegs auf einer Zeitreise. Doch es ist nicht der 30. Januar 1969, sondern der 2. Oktober 2020. Er ist auch nicht auf der Savile Row in London unterwegs, sondern auf der Poststraße in Frankfurt. Und es sind auch nicht John, Paul, George und Ringo, die da hoch über der  Stadt aufspielen, sondern es ist  die Beatles Revival Band, die hier an der Nordseite des Frankfurter Hauptbahnhofs ein Dach-Konzert gibt.

          Christian Riethmüller

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Aktion ist natürlich eine Reminiszenz an das legendäre Rooftop Concert der Beatles vor mehr als 50 Jahren, das der letzte Liveauftritt der Fab Four war, doch hat sie auch einen aktuellen Bezug. „ Wir wollen in der konzertarmen Corona-Zeit ein lautstarkes Zeichen für Künstler und die Veranstaltungsbranche setzen“, sagt Thomas Horn (CDU), der Direktor des Regionalverbands Frankfurt Rhein-Main, der den einstündigen Auftritt der Beatles Revival Band auf der Dachterrasse des „Hauses der Region“ initiiert hat, um auf die weiterhin angespannte Lage vieler in ihrer Existenz bedrohter Freiberufler in der Kulturwirtschaft aufmerksam zu machen. Finanziell Unterstützung für  das „Rooftop Concert Revival“ kommt vom Verein zur Förderung  der Standortentwicklung Frankfurt Rhein-Main.

          Auf die Dächer umliegender Häuser wie seinerzeit in London muss am Freitag übrigens niemand klettern. Die Poststraße ist vor dem Sitz des Regionalverbands teilweise gesperrt und das Konzert wird auf eine Videoleinwand übertragen, vor der sich zwar keine Menschentrauben bilden, doch mancher Passant gern verweilt, um dann mit einem Ohrwurm im Kopf weiter zu eilen. 

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