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Aus nach 40 Jahren : Berger Kino schließt wegen Insolvenz

Vergangenheit: Der Kinobesitzer des Berger Kino, Harald Metz, vor seinem digitalen Projektor im Vorführraum Bild: Hannes Jung

Das 1981 gegründete Berger Kino in Frankfurt verschwindet aus der Frankfurter Kulturlandschaft. Grund ist die Insolvenz.

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          Aus nach 40 Jahren: Das Berger Kino an der Berger Straße ist für immer geschlossen. Harald Metz, der das Kino mit zwei Mitbetreibern 1981 gegründet hat, meldete für sein Unternehmen Insolvenz an. Das Kino war schon seit März geschlossen, mittlerweile befindet sich im Foyer ein Corona-Testzentrum. Wie Metz der „Frankfurter Rundschau“ mitteilte, seien die Pandemie und die Konkurrenz durch Streamingdienste Grund für das Aus.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Andere hiesige Kinobetreiber sehen die Krise indes nicht ganz so dramatisch, wie Metz es schilderte: Natürlich gehe es niemandem derzeit gut. Aber als nach dem ersten Lockdown wieder geöffnet worden sei, hätten die Besucher die Kinos regelrecht überrannt. Auch Filme werde es reichlich geben, wenn die Kinos erst einmal wieder unter finanziell erträglichen Konditionen öffnen könnten.

          Kinoflair der achtziger Jahre

          Metz, der als junger Mann Ende der siebziger Jahre in Neu-Isenburg das Kino Olympia geführt hatte, war 1996 als lokaler Partner der Kieft-Gruppe eingestiegen, um das städtische Volksbildungsheim in Erbpacht in das heutige Großkino Metropolis umzuwandeln. Die Geschäftspartnerschaft endete mit einem Vergleich vor dem Oberlandesgericht 2002. Seither hatte sich Metz auf das Berger Kino konzentriert, das, bisweilen mit zeitlicher Verzögerung, internationale Filme im Kinoflair der achtziger Jahre zeigte.

          Der Eigentümer der Immobilie, Hermann Steib, der zugleich Ortsvorsteher im Ortsbeirat 4 (Die Grünen) ist, hat noch keine konkreten Pläne für die Immobilie, die seit 1949 als Kino betrieben wird. Wünschenswert wäre, wenn sie Veranstaltungsraum bliebe, so Steib, es gebe Gespräche über eine künftige Nutzung. Leerstand solle vermieden werden, so Steib, es gehe darum, der Berger Straße ihr Leben zu erhalten.

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