https://www.faz.net/-gzg-9cgjt

15 Jahre Stoffel-Festival : Auf in den Park

Lockt wieder in den Günthersburgpark: Stoffel-Festival Bild: Lukas Kreibig

Das Stoffel-Festival feiert in diesem Jahr 15-jähriges Bestehen. Von heute an bis Mitte August gibt es Musik, Theater und Kabarett.

          Vor einer Woche lag sie noch leer und grün da, die große Wiese im Günthersburgpark. In den vergangenen Tagen wurde es dann immer voller und heute geht es endlich wieder los: das Stoffel, Frankfurts entspanntestes Kabarett-, Musik- und Theater-Festival. Seit 15 Jahren trotzt es allen Widrigkeiten, den wetterlichen, nachbarlichen und finanziellen, und das bleibt hoffentlich noch lange so. Denn das Stoffel (kurz für Stalburg Theater offen Luft) zwischen Nordend und Bornheim ist eine kulturelle Institution für die ganze Familie. Für Alteingesessene, Neu-Frankfurter und Kultur-Fans aus der Region, für Alte und Junge, für die, die es gern ruhiger haben, aber auch die, die gern tanzen und laut mitsingen.

          Anna-Sophia Lang

          Freie Autorin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Letzteren sei gleich das Programm heute Abend empfohlen: Von 18 Uhr an spielen The Ugly Two & The Halfnaked Cowboy Rock ’n’ Roll und von 20 Uhr an bieten Rosario Smowing ihre mitreißende Mischung aus Swing, Ska, Bolero, Mambo und Rockabilly. Wunderschönen Alternative Soul kann man bei Tarq Bowen & Band am Freitag hören, Acoustic Pop and Folk von Jördis Tielsch am Samstag. Die nächsten Wochen bringen Dream Pop aus Beirut (Postcards), Folk aus London (Erin K), Deep Funk aus Frankfurt (The Argosonics), Jazz aus Krefeld (Horst Hansen Trio), Rock-Folk-Metal-Jazz aus Melbourne (Tim McMillan & Rachel Snow) oder Klezmer und Weltmusik aus Mainz (Adafina). Und natürlich noch viel mehr.

          Spenden in den roten Eimer

          Satire- und Kabarettfans sollten sich schon einmal die Auftritte von Wiglaf Droste am 26. Juli, Pit Knorr und Hans Zippert am 8. August sowie Hilde aus Bornheim am 29. Juli vormerken. Montags und dienstags geht es auch im Jubiläumsjahr besonders ruhig zu mit „Stoffel ausgestöpselt“ ohne technische Verstärkung, damit die Ohren der Nachbarn geschont werden. Dann gibt es zum Beispiel Chorkonzerte ab 17 Uhr. Das große Chorfestival findet am Wochenende des 4. und 5. Augusts statt. Am 6. August steigt der Abend der Stoffel-Legenden mit den Double Dylans, Rainer Weisbecker und Papa Legba’s Blues Lounge. Und natürlich gibt es auch das „Stoffelchen“-Kinderprogramm mit Ritter Rost vom Theater Landungsbrücken und anderen.

          Wie immer heißt es beim Stoffel: am besten nicht mit dem Auto anreisen, sondern mit der U4 bis Bornheim Mitte oder der Tram 12, Haltestelle Günthersburgpark. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, aber Spenden in die roten Eimer der Mitarbeiter, die im Park unterwegs sind, sind hochwillkommen. Das Stoffel kann die Unterstützung gebrauchen. Jeder gibt, was er für richtig hält. Und dann heißt es nur noch: hoffen, dass das Wetter stabil bleibt. Wobei – das Stoffel hat in den vergangenen 15 Jahren gezeigt, dass es jedem Sturm trotzen kann.

          Stoffel,19. Juli bis 11. August, Günthersburgpark Frankfurt, große Wiese im nördlichen Teil hinter der Mauer. Das volle Programm findet sich im Internet unter der Adresse www.stalburg.de/stoffel.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Überlänge: Wegen eines Unwetters brauchen viele Züge im Rhein-Main-Gebiet am Sonntag und Montag lange, um an ihr Ziel zu gelangen. Viele Fahrgäste fühlen sich aber nur unzureichend informiert.

          Ein ICE als Bummelzug : Frustationswellen schwappen durch die Waggons

          Immer wieder bleibt der ICE stehen. Mitten auf der Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt. Nur warum? Wegen des Wetter? Wann geht es weiter? Weil Antworten fehlen, wähnen sich Fahrgäste in der Gefühlsachterbahn.

          Coup mit Philippe Coutinho : Selbst Dortmund schwärmt von Bayern do Brasil

          Die Bundesliga freut sich auf „Weltstar“ Philippe Coutinho. Er ist nicht der erste Brasilianer in München. Den Anfang machte Bernardo, der prompt in der Isar landete. Jetzt setzen die Bayern die Linie fort mit einem ganz besonderen Künstler.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.