https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/appell-english-theatre-frankfurt-hofft-auf-einigung-18335945.html

Standort in Gefahr : Was der Intendant des English Theatre nicht nachvollziehen kann

Bild: English Theatre

Die Zukunft des English Theatres im Gallileo-Hochhaus ist noch ungewiss. Direktor Daniel Nicolai zeigt sich aber zuversichtlich, dass es eine Einigung geben wird.

          1 Min.

          Die Zukunft des English Theatres im Gallileo-Hochhaus an der Gallusanlage ist weiter ungewiss. Nachdem der aktuelle Vermieter, die Commerzbank, den Mietvertrag „letztmalig“, wie es heißt, bis zum 15. April 2023 verlängert hat, appelliert Daniel Nicolai, Direktor des größten englischsprachigen Theaters in Kontinentaleuropa, an Vertreter von Commerzbank und CapitaLand, den neuen Eigentümern des Hauses, eine Lösung zu finden. Es geht dabei um neuneinhalb Monate von Mitte April 2023 bis Ende Januar 2024. In dieser Zeit ist die Commerzbank, die sich bereits seit 2003 für das Theater engagiert und in diesem Zeitraum nach eigener Angabe für Miet- und Nebenkosten von rund neun Millionen Euro aufgekommen ist, noch Mieter des Gebäudes. Erst im Anschluss könne das Theater dann einen neuen Mietvertrag mit CapitaLand schließen. „Wir sind zuversichtlich, dass es eine Lösung gibt“, sagt Nicolai.

          Nicole Nadine Seliger
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung

          Für das langjährige Engagement der Commerzbank sei er sehr dankbar, sagt Nicolai, der die gute Zusammenarbeit der vergangenen 19 Jahre hervorhebt. Umso überraschender sei es gewesen, von der Verlängerung des Mietvertrags durch Presseberichte zu erfahren. Stand jetzt müsste das Theater nach dem 15. April 2023 die Spielstätte räumen, was bei Nicolai auf Unverständnis stößt. „Wir verstehen nicht, warum wir ein Theater im Keller räumen sollen, wenn im städtebaulichen Vertrag eine kulturelle Nutzung vorgeschrieben ist“, sagt er.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Vieles bleibt geheim:das Gefangenenlager Urumqi Nummer 3 in Dabancheng in der westchinesischen autonomen Region Xinjiang im April 2021

          Keine Debatte über Xinjiang : Da klatscht China Beifall

          Eine Niederlage für den Westen: Im UN-Menschenrechtsrat verhindern Pekings Freunde eine Debatte über den Xinjiang-Bericht. Sogar Kiew verhält sich anders als vom Westen erwartet.
          Wahllokal im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg bei der fehlerhaften Wahl am 26. September 2021

          Berliner Wahlchaos : Ein Grund zum Schämen

          Der Verfassungsgerichtshof hält eine vollständige Wiederholung der Wahl in Berlin für nötig. Die Ampel hingegen will nur minimale Neuwahlen. Das ist allein politisch motiviert und schadet der Demokratie.