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Krypto-Chats entschlüsselt : Großrazzia gegen weltweiten Drogenhandel, zahlreiche Durchsuchungen in Hessen

Auch in Nordrhein-Westfalen kam es zu Durchsuchungen: Ermittler vor einem Bürogebäude in Essen Bild: dpa

Die Polizei durchsucht am Montagmorgen mehr als hundert Wohnungen, Büros und Lagerhallen, der Schwerpunkt der Razzia liegt im Rhein-Main-Gebiet. Auf die Spur kamen die Ermittler den Kriminellen, weil ein sogenannter Krypto-Chat entschlüsselt werden konnte.

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          Geheime Drogenlabore, sichergestelltes Rauschgift und illegale Waffen: Mit einer großangelegten Razzia ist die hessische Polizei am Montagmorgen gegen die Drogenkriminalität vorgegangen. Schwerpunkt der Aktion war das Rhein-Main-Gebiet, aber auch anderswo in Hessen und in Nordrhein-Westfalen wurden zahlreichen Wohnungen, Büros, Lagerhallen und Garagen durchsucht. Bundesweit wurden mehr als hundert Objekte durchkämmt. Dabei kam es zur Sicherstellung von Drogen und Waffen. Mehrere Personen wurden im Zuge der Durchsuchungen festgenommen, bestätigte das Hessische Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden, das die Ermittlungen geführt hat.

          Weltweites Krypto-Netzwerk entschlüsselt

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Vorher war es der Polizei gelungen, ein sogenanntes Krypto-Netzwerk von Drogenkriminellen zu knacken. Der verschlüsselte Messenger-Dienst wurde weltweit genutzt, seine Entschlüsselung brachte Einblicke in die Kommunikation von Drogenhändlern in mehreren Ländern. Deshalb kam es nicht nur in Deutschland zu Razzien, sondern in insgesamt 15 Ländern, etwa auch in den USA, Schweden und Großbritannien. Federführend bei der Entschlüsselung des Krypto-Netzwerkes waren Beamte des amerikanischen FBI. „Die Razzien waren eine weltweite Aktion, Hessen war ein Teil davon“, hieß es von Seiten des LKA.  

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