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Kritische Corona-Lage : Wie es die Hochschulen mit der Präsenzlehre halten

Distanzlehre: Auf Abstand wird auch an der TU Darmstadt Wert gelegt. Bild: Marcus Kaufhold

Viele Hochschulen fahren wegen Corona ihre Campus-Lehre zurück. An der Uni Frankfurt ist ihr Anteil noch hoch. Nicht jeder findet das gut.

          4 Min.

          Mert Satar gehört nicht zu denen, die beim Anblick von Konferenzkacheln auf ihrem Laptop in Depression versinken. „Ich habe festgestellt, dass Präsenzlehre nichts für mich ist“, sagt der Wirtschaftsstudent, aber ganz ernst meint er das nicht. Auch wenn er es gut findet, beim Anschauen einer aufgezeichneten Vorlesung die Stopptaste drücken zu können, weiß er die physische Nähe zu seinen Kommilitonen doch zu schätzen. An der Uni Frankfurt, wo Satar studiert, wird ihm dieses Erlebnis auch nicht vorenthalten. In seinem Fachbereich werde für Drittsemester derzeit „eigentlich alles“ in Präsenz angeboten, berichtet der Zweiundzwanzigjährige.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dass Hessens größte Hochschule trotz hoher Corona-Inzidenz so lange wie möglich an der Campuslehre festhalten will, hat ihr Präsident Enrico Schleiff kürzlich noch einmal bekräftigt. Er kann dabei auf die Rückendeckung des hessischen Wissenschaftsministeriums vertrauen. Wie dessen Sprecher klarstellte, gilt im Land weiterhin das Hybridsemesterkonzept, auf das sich Hochschulen und Ministerium schon vor Monaten geeinigt hatten: Es sehe vor, dass „unter sorgsamer Beachtung des Corona-Infektionsgeschehens so viel Normalität im Hochschulleben wie möglich und verantwortbar geschaffen werden soll“. Was sie für vertretbar halten, entscheiden Unis, Fachbereiche und Institute selbst.

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