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Konzert in Offenbach : Kritik an Kollegahs Auftritt

Umstrittener Künstler: Kollegahs Texte sorgen wiederholt für Kontroversen. Bild: dpa

Den Texten des Rappers Kollegah wird vorgeworfen, antisemitisch und frauenfeindlich zu sein. Ein geplantes Konzert in Offenbach stößt auf scharfe Kritik.

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          Die Kommunale Frauenbeauftragte und Leiterin des Offenbacher Frauenbüros, Karin Dörr, hat den geplanten Auftritt des Rappers Kollegah in der Offenbacher Stadthalle in der nächsten Woche kritisiert. Es sei für sie nicht akzeptabel, dass einem Rapper mit frauen- und schwulenfeindlichen sowie antisemitischen Liedtexten eine Bühne in Offenbach geboten werde, äußerte Dörr, die sich in der Anti-Gewalt-Arbeit in Offenbach engagiert.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Vereine wie „Frauen helfen Frauen“, Pro Familia und andere Gruppen arbeiteten seit vielen Jahren gemeinsam daran, die „Gewalt im Geschlechterverhältnis gesellschaftlich zu ächten und Gewalt mit strafrechtlichen Mitteln zu ahnden“, äußerte Dörr. Durch den Auftritt des Rappers auf einer städtischen Bühne werde diese Arbeit konterkariert: „Alle, die sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter engagieren, arbeiten auch am Ruf der Stadt mit. Ihr Ziel ist es, Offenbach als vorbildhafte Stadt für Demokratie, Gleichberechtigung und Schutz der Menschenwürde zu positionieren“.

          Als erste hatten sich die Offenbacher Grünen gegen den Auftritt des umstrittenen Musikers ausgesprochen. „Zeilen wie ,mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen‘ gehören nicht nach Offenbach“, sagte der Grünen-Sprecher Wolfgang Malik. Später hatte sich auch der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker (CDU) ablehnend gegen den Auftritt geäußert: Kollegah sei mit seinen Texten in ganz Hessen nicht willkommen.

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