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Flughafen Frankfurt : Krisen lassen Winterflugplan schrumpfen

Zahl der Sitzplätze reduziert: In diesem Winter werden in Frankfurt weniger Urlaubsflieger abheben als vor einem Jahr. Bild: dpa

Lange hatte es bei Fraport die Hoffnung gegeben, die Urlaubsziele der Türkei würden nicht massiv von momentanen Krisen tangiert. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen. Und so auch der Flugplan.

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          Am Sonntag ist am Frankfurter Flughafen der neue Winterflugplan in Kraft getreten, und es steht damit fest: Es wird knapp ein Prozent weniger ausgehende Flüge geben als im vorangegangenen Winter, nämlich 3760. Außerdem bedeuten die im neuen Flugplan pro Woche ab Frankfurt angebotenen 675 000 Sitzplätze einen Rückgang um zwei Prozent im Vergleich zum vorherigen Winterflugplan, wie der Flughafenbetreiber Fraport AG wissen ließ.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Als Begründung nennt Fraport die geopolitischen Krisen in verschieden Regionen der Welt. Vor allem die kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien und in Teilen des Nahen Ostens dürften die zentrale Rolle dabei spielen. Ohne die aktuellen Krisen, so heißt es beim Flughafenbeitreiber, hätte man in Frankfurt einen leichten Anstieg der Flugbewegungszahlen gesehen und einen geringeren Rückgang des Sitzplatzangebots.

          Halb so viele Flüge nach Antalya

          Besonders hart trifft die Zurückhaltung der Airlines derzeit Ziele in der Türkei. Turkish Airlines selbst reduziert die Verbindungen von Frankfurt nach Istanbul von 37 auf 30 in der Woche. Die Verbindung von Frankfurt nach Ankara wird ganz gestrichen. SunExpress, die gemeinsame Urlaubsflüge-Tochter von Turkish Airlines und der Deutschen Lufthansa, wird weiter dreimal in der Woche die Hauptstadt Ankara ansteuern. Die Kranichlinie dagegen hat ihr Angebot von Frankfurt nach Istanbul im Winter von drei auf zwei Flüge reduziert, wie Fraport wissen lässt. Auch Pegasus Airlines fliegt den Angaben zufolge zwar weiter täglich von Frankfurt nach Istanbul, aber nur noch zweimal statt dreimal.

          Der türkische Touristenflieger Onur Air stellt im Winter seine Verbindung Frankfurt-Istanbul komplett ein und verschwindet so vollständig aus dem Frankfurter Winterflugplan. Die Zahl der Flüge zum Urlaubsziel Antalya, an dessen Flughafen Fraport maßgeblich beteiligt ist, hat sich fast halbiert von 19 auf zehn Flüge in der Woche. Lange hatte es bei Fraport die Hoffnung gegeben, die touristischen Ziele im Süden der Türkei würden weder von den innenpolitischen Konflikten noch von der durch die Grenzen zu Syrien und dem Irak besonders heikle Lage im Osten der Türkei massiv tangiert. Diese Hoffnung hat sich allerdings inzwischen zerschlagen - zumal zuletzt Bombenanschläge auch im Zentrum von Antalya verübt wurden.

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