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Krimiautorin Nele Neuhaus : Mordlust trotz quälender Rückenschmerzen

Zu Besuch bei der Schriftstellerin Nele Neuhaus für ihren neuen Roman „Muttertag“ Bild: Rainer Wohlfahrt

Für ihren neuen Taunus-Roman „Muttertag“ musste Krimiautorin Nele Neuhaus die Zähne zusammenbeißen – sie wollte ihre Leser nicht enttäuschen.

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          Die Rollläden im Untergeschoss des schmucken Hauses am Rande Neuenhains waren den gesamten Sommer über heruntergezogen; nur künstliches Licht lugte auch noch spätabends unter den Ritzen hervor. Die Bewohnerin, eine blonde Frau in kurzen Hosen und T-Shirt, bekamen die Nachbarn in den heißen Monaten nur selten zu Gesicht: Vielleicht ergab sich ein Gespräch bei einer Zigarettenpause im Garten, wenn Nele Neuhaus darüber grübelte, welches Opfer als Nächstes von ihren Ermittlern Pia Sander und Oliver von Bodenstein tot und in Folie verschnürt im Taunus aufgefunden werden würde. Denn die Botschafterin des Main-Taunus-Kreises und Ehren-Hauptkommissarin der Polizeidirektion Westhessen hat wieder zugeschlagen und eine Blutspur durch den gesamten Taunus bis zum Showdown am Frankfurter Flughafen gelegt.

          Heike Lattka

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          Am Montag erscheint der neue Taunus-Krimi „Muttertag“, den der Ullstein-Verlag in einer Hardcover-Auflage von 300.000 Büchern herausbringt. Auf eine Schutzfolie wurde erstmals aus Rücksicht auf die Umwelt verzichtet – vielleicht ist das dünne Plastikmaterial aber auch knapp geworden, nachdem sich Neuhaus‘ Serienmörder so üppig an dem Material bedient hatte. So viele Mordopfer gab es bei der Arbeit der 51 Jahre alten Bad Sodenerin nie zuvor zu beklagen.

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