https://www.faz.net/-gzg-aadsk

Koziol in der Krise : Den Weg zum Erfolg verstellt das Eichamt

Einer lacht immer: Ein Mitarbeiter von Koziol prüft in der Fabrik im Odenwald die Qualität der Pfannenwender mit Lachgesicht. Bild: Marcus Kaufhold

Mit Kristallglas aus Kunststoff und einer Ökolinie hofft der Haushaltswarenhersteller Koziol, die Corona-Verluste wettzumachen – doch es fehlt ein kleiner Strich.

          3 Min.

          Wer auf der B 45 gen Süden Richtung Michelstadt fährt, entdeckt schon einige Ortschaften vorher ein großes Banner, das in Regenbogenfarben für die „Glücksfabrik“ wirbt. Hat man das Ziel erreicht, steht man derzeit aber vor verschlossenen Türen. Jenen des Shops und der Glücks-Kantine ebenso wie denen des Museums. Die Fabrik des Haushaltswarenherstellers Koziol dahinter steht aber keineswegs still. Im Sekundentakt fallen rote Pfannenwender auf ein Fließband und purzeln dann in eine Kiste. Nebenan hebt der Greifarm eines Roboters gelbe Gießkannen aus der Presse in einen Karton. Auf dem nächsten Band formiert sich eine Kohorte durchsichtiger Kästchen, die für die Präsentation von Münzen bestimmt sind. Gerade letztere hätten als Standardartikel für den Fachhandel in der Pandemie das Unternehmen gestützt, sagt eine Sprecherin.

          Patricia Andreae

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Denn Corona hat das Geschäft mit den kunterbunten Kunststoffprodukten deutlich erschwert. Und das nicht nur weil im Laufe des Jahres die rund 240 Gruppen und mehreren zehntausend Einzelbesucher gefehlt haben, die sonst für eine „Glückstour“ nach Erbach kommen und im Museum die Geschichte des Unternehmens von der ehemaligen Elfenbeinschnitzerei zum namhaften Markenartikler erleben.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Brennpunkt mit viel Zuwanderung: Eine Hochhaussiedlung in Bremen (Archivbild von September 2011)

          Falsche Väter : Perfides Geschäft mit schwangeren Frauen?

          In Bremen beantragen immer mehr schwangere Frauen aus Afrika Sozialleistungen. Sie geben an, der Kindsvater sei deutscher Staatsbürger. Steckt dahinter organisierte Kriminalität?
          Impfzentrum in Gera, aufgenommen Mitte März.

          Beschämende Impfbilanz : Das Haus, das Verrückte macht

          Die deutsche Impfbilanz ist beschämend, die Kampagne kommt viel langsamer voran als es nötig wäre. Aber die Politiker stört ihr Unvermögen offenbar noch nicht einmal. Darin liegt der eigentliche Affront.
          Auch vor der Kulisse des Bodensees sollte man seine Altersvorsorge nicht komplett vergessen.

          „Gender Pension Gap“ : Im Alter kommt das böse Erwachen

          Die Lücke im Alterseinkommen zwischen Frauen und Männern hat vielfältige Gründe. Doch vielen Frauen ist das Problem gar nicht bekannt. Dabei sind gerade sie davon betroffen.