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FAZ.NET-Hauptwache : Erstaunlich kooperativ, Ziemlich doof, Erstaunlich optimistisch

Ein integriertes Stadtentwicklungskonzept für Frankfurt: Wie werden in Zukunft welche Flächen genutzt? Bild: F.A.Z.

Frankfurt hat ein integriertes Stadtentwicklungskonzept, es gibt Neues an der Diesel-Front und bei der Helaba ist man optimistisch. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Sapperlot, das hätten wir der Stadt Frankfurt gar nicht zugetraut. Da haben sich doch tatsächlich alle möglichen Ämter unterschiedlicher Dezernate zusammengetan und gemeinsam ein integriertes Stadtentwicklungskonzept erdacht. In dem Papier ist nachzulesen, welche Flächen in den nächsten zwölf Jahren für neue Wohn- und Gewerbegebiete in Frage kommen.

          Es konnte erstaunlich lange geheim gehalten werden, doch irgendwie ist es nun doch auf dem Schreibtisch unseres Stadtplanungsredakteurs Rainer Schulze gelandet. Er stellt die wichtigsten Punkte vor, zu denen Pläne für drei neue Gewerbegebiete in Autobahnnähe und für immerhin 60.000 Wohnungen gehören. Und er kommentiert das Ergebnis, von dem er hofft, dass es die der Mehrheitsfraktionen im Römer nicht wieder zerreden.

          Neues auch von der Diesel-Front und zwar gleich von unterschiedlichen Kampfabschnitten. Das Land Hessen will mit zusätzlichen Busspuren, Park-and-Ride-Flächen und Pförtnerampeln ein Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge in Frankfurt noch verhindern (was, nebenbei bemerkt, die Halter der übrigen Autos ziemlich doof finden werden). Die Deutsche Umwelthilfe wiederum fordert übergangsweise die Sperrung von einzelnen Straßen in Frankfurt.

          Und schließlich müssen einschlägige Klagen künftig vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof erhoben werden, die untere Instanz ist raus. Was bedeutet, dass Altdieselfahrer in Offenbach und Limburg Zeit gewinnen. Wer über das ganze Hin und Her den Überblick über die praktischen Auswirkungen der diversen Dieselurteile auf die Autofahrer in Rhein-Main verloren hat, dem empfehle ich die Lektüre des Überblicksartikels meines Kollegen Helmut Schwan. Ist überhaupt immer gut, einen Juristen in der Mannschaft zu haben.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Gertrud Traud ist bei der Helaba die Frau für die Zukunftsprognosen. Die Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen ist für das nächste Jahr erstaunlich optimistisch. Sie rechnet mit bis zu zwei Prozent Wachstum für Hessen. Und den Dax sieht sie Ende 2019 bei 13.200 Punkten. Möge Frau Traud recht behalten, wie sie das in der Vergangenheit erstaunlich oft getan hat. Allerdings hat auch Traud ein kleines Sicherheitsnetz eingezogen: Für den Fall, dass der Brexit ungeordnet verläuft, sind die Aussichten nicht ganz so rosig.

          Und außerdem: ist die Fusion der Volksbanken in Dreieich und Seligenstadt gescheitert, ist gegen das Urteil des Landgerichts Gießen im Mordfall Johanna Revision eingelegt worden, ist ein Kleinkind, das im Frankfurter Gallusviertel aus dem Fenster eines Wohnheims gestürzt ist, an seinen Verletzungen gestorben.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Wetter

          Heute bleibt es bei maximal 4 Grad den ganzen Tag grau, erst nach Sonnenuntergang lockert es etwas auf. In der Nacht wird es bei Tiefsttemperaturen von 3 Grad oft klar oder leicht bewölkt.

          Verkehr

          Frankfurt: Auf dem Sachsenhäuser Berg bietet der Weihnachtsmarkt bis zum 23. Dezember eine kleine und feine Kulisse vor dem ehemaligen Goetheturm. Für die Anfahrt empfiehlt sich die Buslinie 48 vom Südbahnhof, denn Parkplätze sind am Weihnachtsmarkt rar. Zu Zeiten, an denen besonders viele Besucher zu erwarten sind, wird der Takt verstärkt. Die Busse sind donnerstags und freitags von 16 bis 22.30 Uhr und am Wochenende schon von 13 Uhr an alle 15 Minuten und somit doppelt so oft wie sonst unterwegs.

          Geburtstag haben heute

          Hartmut Daubert (AfD), ehrenamtlicher Stadtrat in Frankfurt (74); Achim Frenz, Leiter des Caricatura Museums, Frankfurt (61); Ulrich Schumacher, von 2013 bis Februar 2018 Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor der Opel Automobile GmbH, Rüsselsheim (61); Markus Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hessen, Frankfurt (54); Helge Kramer, Vorstand der Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland) AG (52); Franziska Reichenbacher, Fernsehmoderatorin, Frankfurt (51); Michael Rüffer, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (49); Nicole Fetting, von 2015 bis Juni 2018 Geschäftsführerin des Volleyballclubs Wiesbaden, designierte Generalsekretärin des Deutschen Volleyball-Verbands, Frankfurt (38).

          Weitere Themen

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