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Neues Konzept zur E-Mobilität : Elektrischer Plan

  • -Aktualisiert am

Schnellladesäulen: Frankfurt hinkt bei der Bereitstellung von Ladepunkten hinterher. Bild: Helmut Fricke

Frankfurts Plan, Vorreiter in Sachen Elektromobilität zu werden, ist gescheitert. Jetzt soll ein neues Konzept die Wende bringen. Ob der Plan diesmal funktioniert, bleibt spannend.

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          Ja, mach nur einen Plan. Und mach dann noch ’nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht. Bert Brecht hat schon 1928 von der Unzulänglichkeit des menschlichen Strebens gewusst. Das hat die Frankfurter Stadtverordneten 2009 nicht an dem Plan gehindert, die Mainmetropole zum Vorreiter bei der Elektromobilität zu machen. Er ist leider kläglich gescheitert, weshalb man im Rathaus bald über einen neuen Plan abstimmen wird, über das Konzept „Elektromobilität 2030“.

          Hoffentlich funktioniert mindestens diese zweite Version. Bleibt sie in den Mühen der Ebene stecken, sieht es nicht gut aus für die Mobilität in Frankfurt, denn Fahrverbote würden wahrscheinlicher. Scheitert der Plan, wäre das auch ein Menetekel für die Automobilindustrie. Sie muss auf Teufel komm raus in den nächsten Jahren E-Autos verkaufen, damit der Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Flotte nicht den erlaubten Wert übersteigt.

          Zu wenige kaufen Elektrofahrzeuge

          Das Dilemma besteht darin, dass kaum einer ein Elektroauto kauft, weil nicht genügend öffentliche Ladestationen zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite stellen solche Ladestationen für Energieunternehmen wie die Mainova zurzeit ein Zuschussgeschäft dar, weil es zu wenige E-Autos gibt. Wer also soll die hohen Investitionen für den Bau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur tragen? Die öffentliche Hand? Kommunen wie die Stadt Frankfurt?

          Das kann nicht sein. Der Staat trägt schon genug zur Elektromobilität bei, indem er etwa den Kauf von Elektrobussen, die immerhin etwa doppelt so teuer sind wie Dieselbusse mit besten Abgaswerten, subventioniert. Und Kommunen wie Frankfurt gehen in Vorlage, indem sie zum Beispiel ihre Fuhrparks immer stärker mit E-Autos ausstatten oder sich teure E-Müllwagen anschaffen.

          Elektroauto als technischer Irrweg?

          Freilich haben die Gutachter, die das Konzept „E-Mobilität 2030“ entworfen haben, mit ihrer Empfehlung recht, die Stadt Frankfurt möge den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Mainmetropole koordinieren. Fehlt eine solche ordnende Hand, wird vermutlich nur Stückwerk entstehen.

          Das größte Risiko beim Ausbau der E-Mobilität dürfte allerdings darin bestehen, dass sich das E-Auto mit Batterien als technologischer Irrweg herausstellen könnte. Es ist durchaus denkbar, dass sich die Wasserstoff-Technik als der Königsweg erweist. Dann wäre auch Frankfurts zweiter Plan Makulatur.

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