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Hessen : Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Kommunalwahl

In der Landeshauptstadt Wiesbaden stehen nach allen 248 Wahlbezirken als Endergebnis 24,7 Prozent für die CDU zu Buche, 25,9 Prozent für die SPD und 12,8 Prozent für die AfD, die damit vierstärkstge Kraft ist. Nach dem Trendergebnis hatten die Rechtspopulisten noch 15,9 Prozent gehabt und waren drittstärkste Kraft. Die Grünen kommen in Wiesbaden auf 14,1 Prozent, die FDP verbucht 9,8 Prozent für sich, die Linke 6,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung wird mit 43,4 Prozent angegeben.

In Offenbach büßte die SPD, die den Rathauschef stellt, von 26,3 Prozent auf 23,6 Prozent ein und die CDU von knapp 31 Prozent auf 24 Prozent. Die Grünen bleiben mit 14,4 Prozent nach 22,1 Prozent die drittstärkste Kraft vor der AfD, die auf 10,3 Prozent kommt. Die Linke verbucht 9,0 Prozent nach 5,5 Prozent für sich und die FDP 9,6 Prozent nach 5,1 Prozent.

Die Grünen in Darmstadt kommen nach allen 117 Wahlbezirken auf ein Trendergebnis von 31,0 Prozent nach 32,9 Prozent, die Christlichen Demokraten auf 18,1 Prozent nach 24,8 Prozent, die SPD verliert von 21,3 Prozent auf 15,1, die Linke erreicht nach 3,9 Prozent nun 6,5 Prozent, die örtliche Gruppierung Uffbasse 7,0 Prozent nach  6,5 Prozent. Die FDP verbessert sich auf 5,0 Prozent nach 3,2 Prozent. Und auch in Darmstadt ist die AfD zweistellig, mit 12,2 Prozent. Wahlbeteiligung: 47,8 Prozent.

Gutgelaunt: das Frankfurter FDP-Frauentrio Nicola Beer, Elke Tafel-Stein und Annette Rinn, die Spitzenkandidatin (v.l.)
Gutgelaunt: das Frankfurter FDP-Frauentrio Nicola Beer, Elke Tafel-Stein und Annette Rinn, die Spitzenkandidatin (v.l.) : Bild: Wonge Bergmann

In Hanau steht nach allen 112 Wahlbezirken die SPD mit 35,4 Prozent als stärkste Kraft zu Buche nach 36,5 Prozent vor fünf Jahren. An zweiter Stelle folgen die Christlichen Demokraten mit 21,9 Prozent nach knapp 27 Prozent vor den Republikanern mit 12,4 Prozent nach 4,2 Prozent. Die Grünen kommen auf 9,0 Prozent, die Liste BfH verbucht 8,6 Prozent für sich nach 7,1, die FDP 7,4 Prozent nach 4,7 und die Liste ALL 4,6 Prozent. Wahlbeteiligung: 38,6 Prozent.

Bouffier: Keine Testwahl

In der Universitätsstadt Gießen - der Heimat von Ministerpräsident Volker Bouffier - erreicht die CDU nach allen 75 Wahlbezirken 20,5 Prozent nach 26,5 Prozent vor fünf Jahren, die SPD verliert von 33,6 Prozent auf 27,8 Prozent. Drittstärkste Kraft ist aus dem Stand die AfD mit 15,5 Prozent, wobei im Laufe des Abends wie etwa auch in Frankfurt noch mehr zu Buche stand. Die Grünen verlieren von 20,4 Prozent auf 15,0 Prozent. Die Linke erreicht 8,8 Prozent nach 4,0 Prozent, die FDP verbessert sich von 3,6 Prozent auf 4,6 Prozent, während die Freien Wähler von 4,6 Prozent auf 3,9 Prozent verlieren. Nur 44,9 Prozent der Wahlberechtigten gingen in Gießen auch zur Wahl. In der Stadt befindet sich seit Jahrzehnten die größte Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hessen.

Bouffier hatte schon vor dem Urnengang die Losung ausgegeben, die Kommunalwahl sei keine Testwahl für Abstimmungen über höhere politische Ebenen. Das sei sie „ganz sicherlich nicht“, meinte er in Gießen.

„Keine Testwahl“: Ministerpräsident Volker Bouffier
„Keine Testwahl“: Ministerpräsident Volker Bouffier : Bild: dpa

In Bad Homburg konnte sich die CDU anders als in anderen Städten von 40,3 Prozent auf 43,2 Prozent verbessern und die SPD von 14,6 Prozent auf 15,4 Prozent. Auch die FDP legte zu, von 7,1 Prozent auf 10,5 Prozent. Die Grünen verloren von 23,6 Prozent auf 13,1 Prozent. Die AfD erreichte 6,1 Prozent, ein Zehntel weniger als die Liste BLB.

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