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Stadtentwicklung in Frankfurt : Ein Zeichen guten Willens

  • -Aktualisiert am

Acker am Pfingstberg bei Nieder-Erlenbach. Bild: Felix Schmitt

Die Frankfurter Rathaus-Koalition einigt sich nun doch auf das Stadtentwicklungskonzept. Allerdings bleiben viele Fragen – und dies nicht nur zu neuen Gewerbegebieten.

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          Es geht also doch: Nachdem das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für Frankfurt auf politischer Ebene als gescheitert gegolten hatte, folgt nun die gute Nachricht. Die Koalition aus CDU, SPD und Grünen stellt sich gemeinsam hinter das über Jahre ausgearbeitete Konzept, das festschreibt, in welche Richtung sich die Stadt künftig entwickeln soll: nämlich „sozial und klimagerecht“, wie es heißt.

          Endlich – mag sich manch einer nun denken. Und das nicht nur, weil über Jahre Hunderte Bürger und mehrere Ämter an dem Papier gearbeitet haben. Das Konzept ist weitsichtig, im realistischen Rahmen gehalten, und legt sein Augenmerk eben nicht nur auf das Credo „Bauen, bauen, bauen“. Dass bei steigenden Mieten, Grundstückspreisen und Einwohnerzahlen tatsächlich mehr Wohnraum geschaffen werden muss, ist eine logische Konsequenz. Genauso wichtig ist es, wo, wie und was gebaut wird. „Menschen- und keine autogerechten Stadtquartiere“ wolle man nun errichten, klimagerecht und bezahlbar.

          Streit um Gewerbegebiete?

          Das klingt schön. Wer aber genauer hinschaut, wird bemerken, dass sich die Dreier-Koalition längst nicht so einig ist, wie die offiziellen Mitteilungen vermuten lassen. Die Bebauung des Pfingstbergs ist – zumindest bis zu einem politischen Mehrheitswechsel im Römer – vom Tisch, ohne dass für eine verbindliche Ersatzperspektive gesorgt wäre.

          Für weitere Diskussionen dürfte auch die Neu- und Weiterentwicklung von Gewerbegebieten sorgen. Diese stehen laut Planungsdezernent Mike Josef (SPD) unter dem Druck von Spekulanten, die hier die Wohngebiete von morgen sehen. In Kürze soll ein „Flächenentwicklungsprogramm“ die Gewerbegebiete schützen, aber auch für ihre intensivere Nutzung sorgen.

          Zugleich sieht das Konzept vor, einzelne Gewerbeflächen an die Ränder der Stadt zu verlegen. Auf konkrete Flächen zum Ausgleich konnte man sich bisher jedoch nur im Ansatz einigen. Dass die Grünen einen neuen, großen Gewerbestandort nahe dem Bad Homburger Kreuz ablehnen, hilft nicht weiter.

          Stadtentwicklungskonzept: Von dieser vorläufigen Karte hat der Magistrat mittlerweile Abstand genommen.

          Die Crux bleibt, dass sich am steigenden Platzbedarf durch halbherzige Beschlüsse und Formelkompromisse nichts ändern wird. Am Ende werden Flächen ausgewiesen werden müssen, wenn man nicht soziale Verwerfungen und die Abwanderung von Unternehmen riskieren will. Immerhin, ein Zeichen guten Willens ist der Beschluss durchaus.

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