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Wachstum der Tourismusbranche : Der Erfolg resultiert aus harter Arbeit

Beliebtes Fotomotiv: Der Römer wird von vielen Touristen besucht. Bild: dpa

Frankfurt zieht mehr Reisende an denn je. Doch der Zuspruch, den die Stadt im Moment erfährt, ist nicht unbedingt ein Selbstläufer.

          Die Stadt Frankfurt will die Zahl der Übernachtungsgäste, der Tagestouristen und die Anzahl der Tagungen und Kongresse, die in der Kommune stattfinden, noch einmal deutlich steigern. So sprach Oberbürgermeister Peter Feldmann 2016, als er im Römer den Marketingplan der städtischen Tourismus- und Kongressgesellschaft vorstellte. Er sei zuversichtlich, sagte Feldmann damals auch, dass nach zuletzt 8,5 Millionen Übernachtungen bis 2020 die Grenze von zehn Millionen erreicht werden könne.

          Inzwischen hat die Realität Feldmann eingeholt, ausnahmsweise auf eine Art und Weise, die einem Politiker nicht zum Nachteil gereicht. Seine Worte haben sich im Rückblick nicht als Großsprecherei erwiesen, sondern wirken nachgerade bescheiden: Schon 2018 sind in Frankfurt 10,1 Millionen Übernachtungen gezählt worden. Gut ein Fünftel davon resultierte aus Tagungen und Kongressen, auch das ein Feld, auf dem Zuwachs zu künden ist.

          Das Tun ausbauen und verstetigen

          Das Geschäft mit Veranstaltungen boomt in Frankfurt. Dahinter steht zu einem Teil die Wechselwirkung, die sich aus geschäftlichen und privaten Aufenthalten in der Stadt ergibt – manche Freizeitreisende sind im Job Entscheidungsträger und können vielleicht ein nächstes Meeting an den Main legen, mancher Geschäftsreisende kommt mit der Familie privat wieder in die Stadt.

          Vor allem aber werden Tagungen und Kongresse durch harte Arbeit angeworben. Diese Arbeit, die mit Datenanalyse beginnt und mit Auftritten in wichtigen und potentiellen Herkunftsländern von Veranstaltern nicht endet, machen federführend die TCF und ihr Convention Bureau. Gut, dass sie jetzt von der Verteilung der Mittel aus der städtischen Tourismusabgabe in erheblichem Maße profitieren und ihr Tun ausbauen und verstetigen können.

          Denn der Zuspruch, den Frankfurt im Moment erfährt und der trotz der Zunahme des privaten Tourismus noch immer vorrangig aus Geschäftstätigkeit gespeist wird, ist nicht unbedingt ein Selbstläufer. Derzeit gibt es keinen Grund, einen Einbruch zu erwarten, aber die Weltlage ist nur eingeschränkt kalkulierbar. Im Krisenfall kommt es immer auf Kontakte an, die in guten Zeiten geknüpft wurden.

          Jacqueline Vogt

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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